Die letzte Ruhe

In unserer christlichen Kultur hat die Grabstätte eine hohe Symbolkraft: Sie
steht für die Verbindung zwischen den Hinterbliebenen und dem
verstorbenen Angehörigen auch über den Tod hinaus und soll Ort der
Erinnerung und des Totengedenkens sein. Darüber hinaus dient die Inschrift
der Kennzeichnung. Bei der Gestaltung dieses für die Verwandten oftmals sehr
bedeutsamen Ortes gilt es einige Entscheidungen zu treffen. Zumeist werden
hierbei die Vorstellungen des Verstorbenen berücksichtigt, die dieser unter
Umständen vor seinem Ableben geäußert hat.
Besonders wichtig ist natürlich der Grabstein, der die Stätte im Gegensatz zur
eher unwichtigen, da austauschbaren Bepflanzung dauerhaft markieren soll.
Hierfür werden massive Natursteine verwendet, die meistens beschriftet und
freistehend am Kopfende des Grabes aufgestellt sind. Üblich sind Steinarten
wie Marmor oder Granit, aber auch Sand- oder Lavasteine finden
Verwendung. Dabei kann der gewählte Stein entweder vom Steinmetz
aufwändig bearbeitet oder aber in seiner ursprünglichen Form belassen und
lediglich zum Schutz vor Wind und Wetter imprägniert werden. Die Inschrift
kann entweder eingemeißelt bzw. graviert oder auch in Form von metallenen
Buchstaben angebracht werden. Was den Inhalt betrifft müssen die
Hinterbliebenen entscheiden, ob allein Name und Geburts- und Sterbedatum
zu lesen sein sollen, oder ob auch ein Sinnspruch, ein Symbol oder gar ein
Foto des Verstorbenen den Grabstein zieren soll. Die Möglichkeiten sind
vielfältig- einzig die betreffende Friedhofsordnung reglementiert Größe und
Aussehen.