Bedeuten schnellere Computer auch bessere Computerspiele?

Hätte sich die Technologie unserer Kraftfahrzeuge so schnell fortentwickelt wie die Computertechnologie in den vergangenen 30 Jahren, so würden wir längst schon auf Luftkissen schwebend mit 300 Stundenkilometern solarbetrieben mit unserem PKW durch die Welt reisen. Die Taktfrequenz der Mikroprozessoren eines üblichen in Heimanwendung genutzten Computers hat sich seit den frühen 1980er Jahren um den Faktor 4000 beschleunigt, der Arbeitsspeicher entspricht ungefähr dem 30.000 fachen Arbeitsspeicher eines typischen damaligen 8-Bit Computers, doch die deutlichste Fortenwicklung zeigt die Festplatte, die heute die Speichermenge von 23.529.411 Disketten der 1980er Jahre erreicht. Doch bedeuten schnellere Computer auch bessere Computerspiele? Die Spiele der frühen Homecomputer Generation zeichneten sich meist über innovative Spielkonzepte aus, bei denen tatsächlich für jedes Spiel ein völlig neues Spielprinzip entwickelt worden ist. Markorientiertes Handlen der Spielehersteller macht eine solche Entwicklung heute kaum mehr möglich: Ein Spiel, das ein bekanntes Spieleprinzip wiederholt, lässt sich leichter vermarkten als eine völlig neue Idee, kann dem Spieler auf diesem Wege doch leichter vermittelt werden, was ihn erwartet. So ist es nicht verwunderlich, dass Spiele-Klassiker aus den frühen 1980er Jahren heute als Internet-Spiele wieder sehr beliebt sind. Sie bestechen gerade durch ihre Schlichtheit und einem Spielekonzept, das den Spieler intuitiv verstehen lässt, worum es in dem jeweiligen Spiel gerade geht. Auch ohne aufwändige 3D-Grafiken können solche Spiele viele Stunden spannende Unterhaltung bieten, nach der bei manchen moderneren Konzepten oft lange gesucht werden muss.