Drücken sich die deutschen Männer vor der Arbeit im Haus?

Es wird in einer aktuellen Studie behauptet, dass deutsche Väter lieber der Mama die Hausarbeit, sowie die Kindererziehung überlassen. Experten halten dies für sehr unglaubwürdig, deswegen ist es auch äußerst spannend, dieser Frage nachzugehen.
In aktuellen Soaps ist er längst ein fester Bestandteil: Der Familienvater, der Hausmann, der sich liebevoll um seine Kinder kümmert oder zumindest seine Vatermonate in Anspruch nimmt um Zeit mit seinen Kindern zu haben. In dieser Zeit kümmert sich der Mann selbstverständlich auch um seine Kinder und unterstützt die Frau bei der Hausarbeit. Doch ist das wirklich auch in der Realität etabliert?
Die Vorwerk Familienstudie 2008 behauptet da etwas ganz anderes: Vorwerk, der Staubsaugerhersteller hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach rund 2000 Personen ab 16 Jahren befragt bezüglich ihrer Einstellung gegenüber Familie und Hausarbeit. Das deutliche Ergebnis: Der deutsch Vater will sich tatsächlich eher gerne daheim zurücklehnen nach der Arbeit. In der Studie antworteten 76 % der Mütter, dass sie „das meiste“ oder „alles“ im Haushalt tun würden und dass sie zusätzlich auch noch die Kindererziehung erledigen würden. Das dies nicht nur pure Übertreibung ist, zeigt ebenfalls die Statistik der befragten Männer: Einundsechzig Prozent der Männer antworteten auf die Frage, wie viel sie im Haushalt mithelfen mit „einen kleinen Teil“ und 7% mit „gar nicht“.
Frauen scheinen allerdings mit dieser Verteilung ganz und gar nicht zufrieden: Jede dritte Frau sagte bei der Umfrage, dass es durch Streitigkeiten bei dieser Thematik schon zu Ehekrisen gekommen sei.
Wenn es um es Teddy wegräumen geht oder wer das Kind erziehen soll, sind erstaunlicherweise die jungen deutschen Männer eher „konservativ“ eingerichtet. Nur 33 Prozent der jungen Männer hielt es notwendig, dass eine Mutter, die einen Beruf ausübt nicht nur für ihre Familie da sein soll. Vielleicht liegt es daran, dass Männer in dem jungen Alter noch nicht den Bezug zu dem Thema haben wie Erwachsene, die sich tatsächlich in der Situation befinden.
Nichtsdestotrotz ist diese Entwicklung sehr spannend zu verfolgen und hoffentlich werden demnächst vergleichbare Studien unternommen um dieses Thema etwas weiter zu behellen.