Frachtvermittlung über Frachtbörsen

Über sogenannte Frachtbörsen können Transportunternehmer und Industriefirmen ihre Laderaum- bzw. Frachtangebote mitteilen und sich den für sich passenden Geschäftspartner suchen. Für die Gewinneffizienz ist die Frachtvermittlung ein wichtiger und zentraler Bereich in der Logistik. Nicht ausgenutztes Ladevolumen, stehende Lkws und das Lagern von Frachtgut schmälern den Gewinn. Gerade für kleinere Industriefirmen oder Manufakturen lohnt es sich oftmals nicht einen eigenen Fuhrpark zu unterhalten da die Reparaturen, Steuern und Versicherungen der stehenden Lkws trotzdem bezahlt werden müssen. Oder Hersteller, die einen Großauftrag bekommen und deren Ladekapazität nicht ausreicht, um die Ware zu liefern, stellen eine Anfrage in die Börse mit den Angaben, wie viel Ladevolumen sie benötigen, aus was die Fracht besteht und wie sie verpackt ist, wann es abgeholt und wann die Fracht an ihrem Bestimmungsort geliefert sein muss. Spediteure mit passendem Angebot melden sich bei den Auftraggebern und schließen einen Vertrag ab. Anders herum stellen die Spediteure ihr Platzvolumen in der Börse ein und die Firmen, welche das Frachtvolumen benötigen, beauftragen die Spedition. Das alles ist mit viel Eigeninitiative und Zeitaufwand verbunden. Wer diese Zeit nicht aufbringen kann, kann auch eine Frachtvermittlung sagentur beauftragen. Der Auftraggeber übermittelt Angebot oder Nachfrage an Frachtvolumen an einen Mitarbeiter der Agentur, welcher sich um die Vermittlung von Auftraggeber und Auftragnehmer kümmert. Bei erfolgreicher Vermittlung zwischen Dienstleister und Auftraggeber, -nehmer, wird eine Provision erhoben, die, entweder vom Transportunternehmen oder dem Frachtnehmer, zu begleichen ist. Manche Frachtvermittlungsagenturen oder Börsen nehmen eine Jahresgebühr für die Aufnahme in die Kartei. Frachtvermittler können die Lieferung über Straßen-, Eisenbahn-, Luft- oder Schiffsverkehr vermitteln.