Geschichtsträchtiges Wohnen im H2 Hotel Alexanderplatz

Berlins Alexanderplatz spiegelt die bewegte Historie der Stadt Berlin wider. Die Geschichte des bekanntesten Platzes der Metropole kann bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Ursprünglich war er Teil der mittelalterlichen Stadtmauer und Verkehrskontenpunkt für Fahrzeuge, die am Oderberger Tor, später Königstor genannt, darauf warteten, in die Stadt einfahren zu können. Erstmals als Platz genutzt wurde er zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Auf der nun Ochsenmarkt genannten Fläche hatte sich ein Viehmarkt entwickelt, der später durch exerzierende Streitkräfte abgelöst wurde. Der Name wurde entsprechend in „Paradeplatz“ angepasst. Seinen heutigen Namen bekam der Alexanderplatz erst 1805 zu Ehren des russischen Zaren Alexander I. Pawlowitsch Romanow, Enkel von Katharina der Großen. Mehrmals verbündete und überwarf sich Kaiser Alexander mit Napoleon Bonaparte. Der Versuch, die politischen Belange Europas gemeinsam zu regeln, scheiterte wiederholt. Hingegen verband Alexander eine Freundschaft mit Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Gemeinsam zogen sie gegen Napoleons Truppen in den Krieg. In diese Zeit fällt auch die Umbenennung des Paradeplatzes zu Ehren des verbündeten russischen Kaisers. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Alexanderplatz immer stärker zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt. 1882 wurde ein Bahnhof gebaut, 1913 folgte eine U-Bahn-Station, für deren Bau die bestehenden Gebäude abgerissen wurden. Unterhalb des Platzes entstand einige Jahre später der größte unterirdische Schutzbunker der Stadt. Die Deutsche Reichsbahn wollte ihren Fahrgästen auch in Kriegszeiten maximale Sicherheit bieten. Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik erfolgte erneut eine vollständige Umgestaltung. Zum 20. Jubiläum der DDR sollte der Platz als das neue Herz der Hauptstadt erstrahlen. Es entstanden Bauten, die das noch heute bekannte Bild prägen: der Fernsehturm, das Haus des Lehrers, das Haus des Reisens und das Haus der Elektroindustrie. Aus der Zeit vor dem Krieg blieben die Bahnhofshalle, das Alexanderhaus und das Berolinahaus unzerstört. Wer Berlin erleben möchte, bucht am besten ein Zimmer in einem Hotel am Alexanderplatz. Der „Alex“ stand immer sinnbildlich für das Berliner Arbeitermilieu: Zahlreiche Revolutionen und Aufstände fanden hier statt. Zur Märzrevolution 1848 kämpften Bürger auf dem Platz gegen das Militär König Friedrich Wilhelms IV., 1918 stürmten Kommunisten das Polizeipräsidium, das um die Jahrhundertwende am Alexanderplatz errichtet wurde. In den 1930er Jahren zog die Gestapo in das Gebäude ein und wurde Mitte der 1940er Jahre von den russischen Kommunisten abgelöst. Seine Bekanntheit verdankt der Platz jedoch nicht zuletzt dem gleichnamigen Großstadtroman von Alfred Döblin. Der Romanheld, der sich in einem Milieu aus Verbrechen, Prostitution und Gewalt bewegt, kämpft gegen das schnelle, hektische, laute und verruchte Leben der Metropole an. Sein Berlin sind die Kneipen und Zeitungsstände, die Huren und Zuhälter, die Tanzlokale und Straßenhändler am Alexanderplatz der 1920er Jahre. Aktuell durchlebt der Platz eine weitere Verwandlung. Nach der Wiedervereinigung blieb er über ein Jahrzehnt nahezu unverändert. Anfang der 1990er Jahre fanden zwar städtebauliche Wettbewerbe statt, mit den Bauarbeiten wurde aber erst nach der Jahrtausendwende begonnen. Erst vor wenigen Wochen öffnete der neue Hotel- und Bürokomplex „Neue Welle. Mitte“ nahe Berlins bekanntestem Platz seine Pforten. Integriert in den Gebäudekomplex ist das moderne H2 Hotel, das nun mit 288 Zimmern weiteren Gästen Berlins die Möglichkeit gibt, sich auf dem geschichtsträchtigen Platz treiben zu lassen.