Hüte heute und gestern

Hüte wurden zunächst entgegen der allgegenwärtigen Meinung nicht als Wetterschutz verwendet, sondern als Kopfschutz. Hüte galten als zuverlässiger Schutz vor Verletzungen des Kopfes bei Unfällen, Kämpfen und sonstiger Krafteinwirkung auf den Schädel. Diese Hüte wurden wiederum weiterentwickelt und sind uns heutzutage als Helme bekannt.
 
Nichtsdestotrotz hatten diese frühen Formen der Hüte bereits damals eine über die reine Funktion hinausgehende Bewandtnis. Sie zeigten deutlich an, welcher Gruppierung Ihre Träger angehörten. Daher haben sich ebenfalls Modeschöpfer dieser Hüte bedient um anderen Gruppen ebenfalls die Möglichkeit zu geben sich als solche von der Allgemeinheit abzugrenzen. So wurden die ersten Hüte für den Klerus, also Geistliche geschaffen. Daraufhin wurden ebenfalls Hüte für die Bourgeoisie, Adelige und Edelmänner geschaffen. Und schließlich waren Hüte für Jedermann erhältlich.
Heutzutage können Hüte immer noch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ausdrücken, allerdings gibt es keine offiziellen oder inoffiziellen Regeln, welche Hüte für welchen Stand gedacht sind oder zu welchen Anlässen diese getragen werden dürfen. Lediglich das Tragen von Hüten in geschlossenen Räumen ist nach wie vor verpönt.