Immobilienfinanzierung

Bei einem Jahreszinssatz von 2,99 Prozent für eine Immobilienfinanzierung im zweiten Halbjahr des Jahres 2010 und einem Tilgungssatz von einem Prozent kosten 100.000 Euro Baugeld gerade mal noch 332,60 Euro im Monat. Gegenüber den Konditionen in den Jahren um 2005 hat sich die monatliche Belastung eines Kreditnehmers damit halbiert. Die Konditionen für Privatkredite können gegenüber der Immobilienfinanzierung über eine Bank oder Bausparkasse günstiger aber auch teurer sein. Hier kommt es auf den Anbieter und seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an. Privatkredite sind meist für Interessenten eine Alternative, die Probleme mit ihrer Schufa haben und bei einer herkömmlichen Bank nicht zum Zuge kommen.
Eine Immobilienfinanzierung ist für die meisten Menschen eine Investition für ihr gesamtes Leben. Sie will also genau geplant und durchgerechnet sein. Die sich ergebende Belastung muss sich aus dem monatlich zur Verfügung stehenden Einkommen bewerkstelligen lassen. Der Staat hat die Eigenheimzulage ab dem 1.1.2006 leider abgeschafft, so dass sich die Kosten für die eigene Immobilie steuerlich nicht mehr auswirken und die sich ersparende Einkommensteuer nicht mehr für die Zinslast verwendet werden kann. Ersatzweise wurde die Wohnriester-Förderung eingeführt, die aber mit der früheren Eigenheimzulage in ihrer finanziellen Bedeutung nicht Schritt halten kann. Der Kreditnehmer muss die Zinsen für sein Eigenheim also fortan im Wesentlichen selber tragen. Wer die Angebote von Banken und Privatkredite vergleicht, muss darauf achten, dass der effektive Zinssatz zugrunde gelegt wird. Eventuell anfallende Wertschätzungsgebühren und Bearbeitungsgebühren dürfen gesondert ausgewiesen sein, müssen aber in die Gesamtkosten eingerechnet werden. Nur dann sind Finanzierungsangebote vom Zinssatz her miteinander auch vergleichbar.