Kolophonium – was ist das?

Bei Kolophonium handelt es sich um ein Baumharz. Dieses wird für Streichinstrumente verwendet, deren Bögen mit diesem Baumharz eingeschmiert werden. Durch das Einschmieren der Bögen mit Kolophonium werden die Bögen spielfähiger. Benannt ist das Baumharz nach einer altgriechischen Stadt, nämlich Kolophon.
Das Baumharz hat eine dunkelbraune bis bernsteingelbe Farbe. Es stammt von verschiedenen Bäumen wie Tanne, Kiefer oder Fichte. Kolophonium wird durch die Destillation von Harz Harz gewonnen, aus dem das Terpentinöl destilliert wird. Dadurch entsteht die feste Masse Kolophonium, die dann zu einem Stück geformt wird. Meistens wird das Kolophonium mit verschiedenen Substanzen veredelt. Man nennt es auch Bogenharz. Werden die Bögen der Streichinstrumente damit eingerieben, erhält der Bezug, also die Haare, eine „klebrige“ Oberfläche. Dadurch wird die Reibung zwischen Saite und Bogen erhöht, was wiederum das Spielen eines Instrumentes erst ermöglicht.
Es gibt verschiedene Stücke Kolophonium. Diese haben unterschiedliche Härten. Welche benutzt wird, hängt vom jeweiligen Streichinstrument ab. Für einen Kontrabass benutzt man weicheres Kolophonium. Bei Geigenbögen oder Violinbögen wird härteres Kolophonium verwendet. Dieses hat die geringste Haftkraft. Es gibt vier Härten bei Kolophonium: weiches, mittelweiches, hartes und ganz hartes. Das weiche Kolophonium hat die höchste Haftkraft. Gutes Kolophonium kann man daran erkennen, dass es durchsichtig ist und sich leicht zerreißen lässt, sodass ein weißlicher Staub entsteht. Es darf aber nicht kleben.