Der Kosmetikratgeber

Schönheitsideale entsprechen immer der Zeitgeschichte und haben zahlreiche Wandlungen erfahren und werden stets neu definiert. Während der römisch-griechischen Antike galten andere Schönheitsideale als in der heutigen Zeit. Die knabenhafte  Damen-Taille im Barock hätte Maler wie Rubens vermutlich nicht inspiriert. Können Sie sich sonnengebräunte Gesichter im viktorianischen Zeitalter vorstellen? Sicherlich nur äußerst schwer. Somit ist der Begriff Schönheit vom Auge des Betrachters her als relativ anzusehen. Die schlanke Silhouette ist heute ein wesentliches Merkmal einer attraktiven Erscheinungsoptik. Statt ausgewogener körperlicher Proportionen hat sich das Erscheinungsbild in allen gesellschaftlichen Epochen stets verändert. Sämtliche Normen und Werte kommen heute wie damals auf den Prüfstand und prägen so das Erscheinungsbild unserer Idealvorstellungen eines schönes Körpers. In den frühen 50er und 60er Jahren waren durchschnittliche Maße gefragt. Spätestens jedoch als die Medien und Modemacher der 90er den „Magersucht-Schick“ priesen, wurde klar, der über das Schlanksein definierte Begriff von Schönheit hatte nun ein Stadium erreicht, der im Endeffekt nicht nur zur Gesundheitsschädigung beitrug, sondern  den weiblichen Schlankheitswahn mit neuem Diskussionsstoff versorgte. Wer heute das nötige Kleingeld besitzt, legt sich mit seinem Schönheitswahn in die Hände von Schönheitschirurgen. Ist es um das Selbstbewusstsein junger Leute so schlecht bestellt, das  Sie sich unters Messer begeben um den Trend des Schönheitswahns zu folgten?