Libanesische Küche- Orient trifft Oxident

Die libanesische Küche gilt als eine der ältesten und vielfältigsten weltweit. Nach über 2000 Jahren, finden sich in vielen libanesischen Gerichten heute noch kulinarische Spuren aus dem damaligen Persien, der Türkei oder auch Frankreich wieder. Exotische orientalische Küche wird vereint mit mediterraner Raffinesse.

Neben Reis und frischem Gemüse wird im Libanon traditionell viel Lamm und Geflügel gegessen. Kaum eine Speise wird ohne Olivenöl oder Knoblauch zubereitet. Den unverwechselbaren Geschmack erhalten die Gerichte durch die Beimengung aromatischer Gewürze, die ein unverzichtbarer Teil libanesischen Essen darstellen. Die fettarme Zubereitungsweise macht sie zur idealen Grundlage einer gesunden Ernährung.
Auffallend ist auch die große Varietät der Vorspeisen. Unter ihnen ist die " Merze" wohl die populärste. Mit ihr beginnt fast jede libanesische Mahlzeit. "Mezze" ist eine Zusammenstellung verschiedener kleiner Gerichte, die in kleinen Schälchen, meist kalt, serviert werden. Typische Zutaten der "Mezze" sind Hummus, Joghurt, Auberginen, Tomaten und Oliven.
Das Nationalgetränk der Libanesen ist der Arak. Ein, mit Anis versetzter, gegorener Traubensaft.
Eine weiter Köstlichkeit, die sich auch jenseits des Libanons wachsender Beliebtheit erfreut ist die "Shawarma".
Ähnlich dem Döner, werden, auf einem Spieß gegrillte Fleischscheiben, mit viel Gemüse, Salat und Sesampaste in ein dünnes Fladenbrot gewickelt. Das Fleisch ist durch voriges marinieren in Kardamon, Kurkuma, Paprika, Pfeffer und Knoblauch leicht säuerlich. Verwendete man früher ausschließlich Lammfleisch, ist die Zubereitung einer "Shawarma" aus Rindfleisch und Geflügel heute ebenso üblich.
Ein libanesisches Essen ist immer auch ein gesellschaftliches Ereignis. Außer viel Appetit sollte man daher auch viel Zeit mitbringen, denn Essen bedeutet im Libanon Entspannung, Kontakte pflegen und fröhliches Beisammensein.