Mit dem Zug durch Europa

Interrail war für uns damals die preiswerteste Möglichkeit etwas von der Welt zu sehen. Man kaufte sich dieses Ticket und konnte dann durch ganz Europa reisen und sogar nach Marokko. Man hatte nur einen Rucksack und einen Schlafsack dabei und manchmal auch ein kleines Zelt.
Was man nicht alles macht, wenn man noch jung ist und wir ließen alles auf uns zu kommen. Die Reiseroute ist variabel.
Sommer 1979, es war eine der ersten längeren Reisen. Die Schule lag hinter uns und jetzt wollten wir nur noch weg. Da wir in den Ferien immer gejobbt haben, war die Reisekasse gut gefüllt. Es sollte mit einem Interrail Ticket quer durch Europa gehen. Von Köln aus erstmal mit dem Nachtzug nach Paris, da das die preiswerteste Route war. Denn innerhalb von Deutschland muss man den halben Fahrpreis zahlen und der Vorteil von Interrail man muss sich nicht sofort entscheiden. In Paris angekommen schauten wir uns erst einmal die Stadt an und kauften uns ein leckeres Baguette mit Schinken, Ei und Salat. Wir fühlten uns frei und spürten das wird unser Sommer. Unterwegs traf man viele Interrailer und man tauschte sich aus, oder fuhr ein Stück zusammen.
Eine entspannende aida seereise mit dem clubschiff aida oder eine donau flusskreuzfahrt, vielleicht kanada wohnmobil.
Wir überlegten uns wo wollen wir hin, denn mit unserem Ticket konnten wir durch ganz Europa. Wir entschieden uns von Paris über Bordeaux, Irun Madrid nach Lissabon zu fahren. Das waren schon einige Bahnkilometer.
Im Zug traf man immer Leute und sehr viele waren auch wie wir mit dem Rucksack unterwegs. In Irun mussten wir umsteigen, da sich die Spurbreite der Gleise änderte. Als wir Lissabon erreichten spürten wir den bunten Trubel einer Großstadt und schoben uns erst mal Richtung Ausgang. Lissabon ist eine beeindruckende Stadt, sie besteht aus einer Ober- und Unterstadt, die durch einen Aufzug verbunden sind.
Nach 3 Tagen, die wir etwas Außerhalb auf einem Campingplatz verbracht haben ging es zurück zum Bahnhof und einer Nacht im Lissabonner Hauptbahnhof, weil wir den Zug Richtung Madrid verpasst haben. Unser Büchlein des Interrail-Tickets, in das man die Strecken eintragen musste, füllte sich immer mehr.