Revolution des Stundenplans

Sind wir einmal ehrlich: Vieles von dem, was heute in der Schule gelehrt wird, wird später niemals wieder gebraucht. Algebra? Außer ein Mathematiker braucht das kein Mensch für seinen Alltag. Photosynthese? Es reicht doch vollkommen aus, wenn man weiß, dass man Pflanzen ab und zu gießen muss, um sie am Leben zu halten. Gravitation? Wer will schon am Boden bleiben, wenn ihm die ganze Welt gehören könnte.
Anstatt all die langweiligen Dinge zu lehren, die später sowieso niemand mehr braucht, sollte der Lehrplan revolutioniert werden. Auf den Stundenplan gehören Fächer, die einem in der Zukunft wirklich weiterhelfen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Spezialausbildung zum Zauberer. Die werden schließlich als Unterhaltungskünstler gebraucht. Variationen hätte man genug: Zauberer für Weihnachtsfeier, Zauberei für die Geburtstagsfeier, Zauberer als Animateur im Urlaub. Eine weitere wichtige Lektion, die im Leben auf gar keinen Fall fehlen darf, ist das richtige Styling. Besonders für Mädchen wäre dieses Fach von Nöten. Wie sollen sie sich sonst jemals ihren Millionär angeln? Hinzu kommen das richtige Verhalten auf Partys, Notlügen und ein Schnellkurs, wie man kostenlos Musik und Filme aus dem Internet laden kann. Auch ein Kurs über schnelle Autos und Alkoholkonsum wäre angebracht. Schließlich sind das die Dinge, mit denen die Teenager zu Recht kommen müssen.
Wahrscheinlich hätte eine Umstellung des Lehrplans auf diese Disziplinen tatsächlich positive Auswirkungen. Schließlich ist das, was in der Schule gelehrt wird, uncool. All die Dinge würden die Jugendlichen dann wahrscheinlich ablehnen. Und in ihrer Freizeit heimlich Mathe-Aufgaben rechnen. Die PISA-Studie würden die Deutschen dann vielleicht auch einmal wieder gewinnen.