Das Rezepte-App, sinnvoll?

Aus der heutigen Welt sind technische Neuerungen nicht mehr wegzudenken. Fast jeder besitzt einen Computer, ein Handy oder eine E-Mail-Adresse. In U-Bahnen sitzen die Leute häufig nicht mehr mit Büchern, sondern mit Tablets und lesen ihre Zeitungen oder Bücher. Auch im Haushalt sind die Erfindungen auf dem Vormarsch und neue Trends sollen die Arbeit in der Küche erleichtern. Ob nun denkende Küchengeräte oder das Rezepte App auf dem Tablett, alles zielt darauf ab die Arbeit zu erleichtern und das Leben einfacher zu machen. Da stellt sich aber die Frage, ob dies in jedem Falle sinnvoll ist und nicht das Mitdenken verhindert.
Früher stand man neben der Mutter und lernte durch Zuschauen, die Rezepte, die Kochvorgänge und sie gingen einem in Fleisch und Blut über. Wenn man von zu Hause auszog, nahm man meistens ein Grundkochbuch mit, oder bekam es zum Aus- / Einzug geschenkt. Damit war man versorgt und konnte sich eigenständig ernähren und Gäste bewirten.
Mit der Zeit wurde man immer mutiger und probierte anhand von neuen Kochbüchern oder Rezepten aus dem Fernsehen neue Gerichte aus. Auch hier war das eigenständige probieren und experimentieren der Weg zum Erfolg. Es war wichtig Erfahrungen zu sammeln.
Nun kann das durch denkende Backöfen, Kaffee-Vollautomaten und Rezepte Apps auf dem Mobiltelefone abgenommen werden. Ist dies sinnvoll? Wo bleibt der Lerneffekt, wenn einem das App auf dem Tablet Schritt für Schritt zeigt, wie das Gericht hergestellt wird, wenn es sogar automatisch die Zeit stoppt, bis etwas gar ist. Man wird vielleicht das perfekte Gericht zaubern, aber eigentlich war es doch der App, der das getan hat und man hat nur Anweisungen befolgt.
Manchen werden nun fragen wo ist da der Unterschied zu einem Kochbuch. Nun herkömmliche Kochbücher geben auch Anweisungen, aber man muss sie vom Buch auf die Realität transferieren. Schon das Erstellen der Einkaufsliste ist eine solche Transferleistung, die bei einem App der einem im Supermarkt sagt was man kaufen soll wegfallen würde.