Schutzwall für Patientendaten

Eine Firewall ist dazu da, den Transfer von Datenpaketen zu kontrollieren und bestimmten Paketen den Durchfluss nicht zu erlauben. Die Firewall hat daher bestimmte Kriterien, nach denen sie die erlaubten und nicht erlaubten Pakete unterscheidet. Es kann zwischen einer internen und einer externen Firewall unterschieden werden. Die interne Firewall arbeitet auf dem Gerät, das geschützt werden soll. Die externe Varianten ist eher im Netzwerk untergebracht, über das das Gerät kommuniziert.

Die letztliche Aufgabe der Firewall ist, dass die Regeln, die für die Kommunikation im betreffenden Netzwerk von den beteiligten gesetzt wurden, eingehalten werden. Daher können nur Datenpakete transferiert werden, die keinen Verstoß gegen diese Regeln darstellen. In einigen Bereichen ist der Schutz durch eine Firewall besonders wichtig. Dies ist insbesondere dort der Fall, wo es um besonders sensible Daten geht. Arztpraxen sind etwa Orte, an denen solche Daten gespeichert werden.

Zum einen geht es dabei um die persönlichen Daten der Patienten. Zum anderen speichern Arztpraxen heute ja auch in digitalen Krankenakten die Krankheitshistorie der Patienten, die von ihnen betreut werden. Dies ist besonders im Hinblick auf die Schweigepflicht der Ärzte in den Arztpraxen relevant. Die Menschen vertrauen im Bewusstsein dieser Pflicht den Ärzten auch Dinge an, die nicht für die Augen und Ohren anderer bestimmt sind. In den Krankenakten der Arztpraxen werden diese natürlich dennoch gespeichert. Wenn die Arztpraxen sich nicht mit einer Firewall schützen würden, könnten Spionage-Software in das Netzwerk der Praxen gelangen, mit der dann die Akten ausgespäht werden können.