SPD könnte zum strahlenden Sieger werden

Bei den Landtagswahlen 2011 in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern könnte die SPD zum strahlenden Sieger werden. Darauf deuten jedenfalls aktuelle Umfragen zwei Monate vor der Wahl hin.
Der Nordosten Deutschlands bleibt wohl in der Hand der SPD, das sagen jedenfalls aktuelle Umfragen im Auftrag des Focus und des NDRs. Demnach liegt die SPD mit 34 Prozentpunkten klar vor der CDU mit 30 Prozent. Die bisher nicht im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vertretenden Grünen würden aktuell auf acht Prozent kommen und die Linken haben etwas an Wählergunst verloren. Mit nur noch 17 Prozent wären sie aktuell trotzdem drittstärkste Macht im Landtag. Mit jeweils vier Prozent nicht vertreten sind laut der Umfragen die FPD und NPD. Erster Rückschluss aus diesen Zahlen: Es wird auch bei diesen Wahlen 2011 kein Rot-Rotes Bündnis in Mecklenburg-Vorpommern geben.
Große Koalition sichert die Mehrheit
Der Ministerpräsident Erwin Sellering hatte bereits vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, nur mit einer soliden Parlamentsmehrheit regieren zu wollen. So wird es wohl auf eine Neuauflage der Großen Koalition mit einer mehr als soliden Zwei-Drittel-Mehrheit kommen, übrigens eine politische Lösung, die mehr als 60 Prozent der Wähler begrüßen. Das liegt aber hauptsächlich an der Beliebtheit von Ministerpräsident Erwin Sellering. Könnte man den Regierungschef direkt wählen, würden sich fast 70 Prozent für den SPD-Amtsinhaber entscheiden. Herausforderer und CDU-Landesvorsitzender Lorenz Caffier käme gerade mal auf etwas über zehn Prozent. Trotz dieser ernüchternden Zahlen ist die CDU sehr zufrieden, genau wie die SPD. Auch im Lager der Grünen ist man euphorisch, immerhin ist man erst mal im Landtag. Enttäuschung gibt es dagegen bei den Linken.
Weiter mit Wowereit
Ähnliche Trends gibt es auch von den Wahlen in Berlin zu vermelden. Hier liegt der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit 32 Prozent an der Spitze der Umfragen. Auf Platz zwei sind die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Renate Künast, allerdings bedeuten die 22 Prozent für die prominente Bundespolitikerin doch einen deutlichen Rückstand auf Wowereit. Auf nur 20 Prozentpunkte käme die CDU und die Linken blieben bei 14 Prozent konstant. Wie in Mecklenburg-Vorpommern wäre die FPD auch bei den Berliner Wahlen 2011 mit drei Prozent nicht im Parlament vertreten.