Sportwetten in den USA

Am 05. April 2006 wurde in den USA der sogenannte „Internet Gambling Prohibition Act of 2006“ erlassen, der das Online Glücksspiel und die Weiterleitung von Geldern zu entsprechenden Webseiten in den USA verbietet. Eigentlich war das Spiel um Echtgeld schon seit längerem verboten, aber viele Anbieter hatten ihren Firmensitz einfach ins Ausland verlegt, um dieses Verbot zu umgehen. Um auch diesen Bereich endlich unter ihre Kontrolle zu bekommen, beschloss der US-Kongress ein Gesetz, das besagt, dass Banken, Kreditkartenunternehmen und andere Finanzdienstleister keine Geldtransfers zwischen US-Einwohnern und glücksspielbezogenen Webseiten wie beispielsweise Online Buchmachern mehr durchführen dürfen.

Die Idee, Sportwetten online abzuwickeln, kam das erste Mal in den 1990ern auf und bis heute ist die Nachfrage ungebrochen. Sowohl die USA als auch Europa haben sich stets darum bemüht, das Glücksspiel zu regulieren, aber da die Lage in den USA scheinbar noch unübersichtlicher war als in den einzelnen Europäischen Staaten, wurde hier um einiges drastischer durchgegriffen. Außerdem scheint das Glücksspiel in Europa einen viel größeren traditionellen Wert zu haben. Besonders Großbritannien, Malta, Gibraltar und Österreich sind maßgeblich um eine liberale Einstellung bemüht und bieten Online Sportwetten im völlig legalen Rahmen. 
In den USA ist nicht nur die Einstellung zum Glücksspiel im Gesamten eine andere, die Regierung greift auch viel bestimmter in die Privatsphäre des Einzelnen ein, als in den meisten anderen westlichen Staaten.

Die einzige Ausnahme von der Regel stellen sogenannte Indianercasinos dar, die ohne Rücksichtnahme auf US-Reglementierungen arbeiten können. Bereits 1988 wurde vom Kongress der „Indian Gaming Regulatory Act“ erlassen, der amerikanischen Ureinwohnern erlaubte auf Ihrem Stammesterritorium weiterhin Glücksspiele anzubieten. Inzwischen betreiben mehr als 200 Stämme Glücksspieleinrichtungen in mehr als 25 amerikanischen Bundesstaaten und natürlich auch online.