Tatort in Hamburg

Jede Stadt hat einen, einen Tatort. Die ARD produziert zusammen mit ORF und SF diese deutsche Krimireihe von 1970 an für den Sonntagabend, also seit 42 Jahren. Die Kommissare sind deutschlandweit bekannt und beliebt und auch Österreich hat mit Wien und Moritz Eisner (Krassnitzer) einen. So wie jede Stadt einen eigenen Stil und Erscheinungsbild hat, so ist jeder Tatort in seinem Drehbuch, Auswahl der Schauspieler für die Polizeibeamten individuelle auf die Stadt abgestimmt. Münster gilt als der komische Tatort, die Kölner Kommissare greifen eher sozial kritische Themen auf. Einige Kommissare bleiben über 10 Jahre andere wechseln schon nach kurzer Zeit. Allen gut im Gedächtnis ist noch Götz George, der als Schimanski, in 29 Folgen über 10 Jahre den Ermittler aus Duisburg verkörperte und zu einer Legende wurde. Dieser Erfolg reichte soweit das Er 1997 eine sogenannte Spin-Off Serie bekam, in der er seine Charakter aus dem Tatort weiter führte, als privater Ermittler.
Der Tatort in Hamburg bekommt nun einen neuen Kommissar und mit Till Schweiger einen international bekannten Schauspieler. Mehmet Kurtulus, der seid 2007 in 7 Tatorten als verdeckter Ermittler zu sehen war, steigt auf eigenen Wunsch aus. Kurtulus hatte 2007 Robert Atzorn abgelöst.
Der türkischstämmige Darsteller möchte sich in Zukunft mehr auf Filmprojekte konzentrieren.
Dabei hatte die Serie mit dem Motiv des verdeckten Ermittlers ein neues Erscheinungsbild und ein neues Motiv bekommen. Der letzte Tatort am 18.12.2011 hat sehr gute Einschaltquoten bekommen und war inhaltlich einer der aktuellsten und spannendsten seit Langem.
Die schauspielerische Leistung aller war immens, emotional ergreifend und hat auch auf den Zuschauer übergegriffen.

Wie sich der Hamburger Tatort nun mit dem „Neuen“ weiterentwickeln wird, ob es nun eher action lastig wird, bleibt abzuwarten. Die Messlatte für Schweiger hängt nach den Leistungen von Kurtulus sehr hoch. Die Hamburger Ermittlerteam sind sehr bekannt, waren es doch Manfred Krug und Charles Brauer, Hannelore Elsner oder Robert Atzorn und Tilo Brückner.