Tee zum Stressabbau: Seine Ursprünge und die möglichen Bestandteile

Auch heute noch ist der Gesundheitstee, z.B. als Hausmittel zum Stressabbau, bei zunehmend mehr Menschen äußerst beliebt. Dabei begann seine Geschichte bereits vor langer Zeit: im Mittelalter wurde die wichtige Rolle, was die Anpflanzung und die Nutzung von heilenden Kräutern anging, von den Klöstern eingenommen. Das Wissen von den unterschiedlichen Wirkungen vielfältiger Heilpflanzen beruhte zahlreiche Jahrhunderte lang auf empirischen Observationen. Dies hatte zwar den Nachteil, dass manches fehlerhaft weitergegeben wurde, dennoch sind uns heutzutage noch unzählige Überlieferungen, vor allem von der Äbtissin Hildegard von Bingen, bekannt, die kaum etwas von ihrer Trefflichkeit verloren haben. Im folgenden Artikel werden kurz ein paar Beispiele für Gesundheitstees aufgezeigt.
Griechischer Bergtee setzt sich zusammen aus den, während ihrer Blütezeit gesammelten und getrockneten, oberirdischen Teilen von Sideritis scardica, Stengel sowie Blütenblätter hiervon sind aromatisch. Der griechische Bergtee wird in seinem Ursprungsland vor allem zur Entspannung getrunken, hilft aber, aufgrund der enthaltenen anitbiotisch wirkenden Stoffe, genauso gegen Erkältungen. Hibiskustee wird aus den gesammelten sowie getrockneten Blütenkelchen und Kelchen der Hibiscus sabdariffa gemischt, die, abgesehen vom schwachen Geruch, einen säuerlichen Geschmack haben. Forschungen an der Tufts-Universität in Boston haben festgestellt, dass das Konsumieren von drei Tassen frisch aufgebrühtem Hibiskustee einmal täglich auf Dauer bei Bluthochdruck helfen kann. Jiaogulan wird in China seit Jahrhunderten als Alltagstee getrunken und aufgrund der dem Ginseng sehr ähnlichen Inhaltsstoffe, wird Jiaogulan auch als "Five Leaves Ginseng" begriffen. Der Heiltee mit dem süßlich-bitteren Geschmack beinhaltet Glucoside und das Spurenelement Selen, die beide wie Antioxidianten wirken und Adaptogene helfen sich zu entspannen. Der Reishi-Pilz, oft "König der Heilpflanzen" genannt, genießt in der alten fernöstlichen Medizin einen enormen Stellenwert und wird dort vermutlich schon jahrtausendelang als Tonikum verwendet. Die uralte Weise ihn zu anzuwenden ist in der Form als aufgebrühten Tee. In weiten Teilen Asiens wird Reishi als Naturheilmittel bei unterschiedlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Gelenkentzündungen, genutzt.