Theorien der Gedächtnislücken

Es ging doch bestimmt jeden einmal so. Ein Name, eine Straße oder eine Nummer fällt einem nicht mehr ein und man stammelt Ausdrücke wie „Dings da“, „es“ oder „das Teil“ vor sich her, aber erinnern kann man sich nicht an die Person oder die Telefonnummer. Solche Gedächtnislücken sind völlig normal, wenn Sie aber überhand nehmen, ist das schon bedenklich.
 
Mit dem Ende des 39. Lebensjahres hat das menschliche Gedächtnis seinen Leistungsgipfel hinter sich gelassen. Danach fangen langsam Erinnerungslücken an, meinen manche Wissenschaftler. Andere sind der Ansicht, dass man das nicht so pauschal sagen könnte. Gedächtnisforscher sind der Ansicht, das zwar das autobiografische Gedächtnis und das Faktengedächtniss gen 50 abbaue, insgesamt vergisst der Mensch in der Lebensspanne aber sehr wenig.
 
Psychologen hingegen sind der Ansicht, dass das Gedächtnis unabhängig vom Alter gut funktioniert. Es kommt einfach darauf an bestimmte Sachen mit einer Situation zu verbinden. So kann man sich zum Beispiel den Namen des Bäckers aus dem Heimatdorf besser merken, als einen Namen unter vielen unbekannten Personen.
 
Andere Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Gedächtnislücken ein Zusammenspiel von Informationsflut zum Beispiel aus den Medien und dem Alter sein kann. Denn wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, besitzt das Gehirn eine Menge wissen, oftmals unkoordiniert und wenn dann noch eine neue Flut von Informationen hinzu kommen, kann das Gehirn nicht effizient die Infos abrufen. Wichtig bei dieser Theorie ist immer: Störfaktoren auszublenden und sich auf das Wichtige im Leben zu konzentrieren.