Umweltschutz ist nicht nur eine Option

Lange Zeit wurde in den Industriestaaten die Meinung vertreten, dass Umweltschutz weder nötig noch vernünftig sei. Wer heute mit einer solchen Einstellung in der Öffentlichkeit auftritt, wird als Spinner gebrandmarkt. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Umweltschutz im Interesse der gesamten Menschheit liegt.
 
Das größte Thema des Umweltschutzes ist der schonende Umgang mit Ressourcen. Da die Weltbevölkerung steigt, ist es schon heute nicht mehr möglich, den verschwenderischen Stil der Industriestaaten fortzuführen. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie die Europäer oder die Amerikaner, wäre der Planet dem Untergang geweiht.
 
Doch es hat längst ein Umdenken stattgefunden. Am Beispiel der Mehrwegbecher, die heute bei zahllosen gastronomischen Veranstaltungen verwendet werden, lässt sich dies sehr gut illustrieren. Noch in den 1990er Jahren war es keineswegs unüblich, Einwegbecher zu verwenden. Die Kunden nahmen ihr Getränk zu sich und warfen dann den Becher weg.
 
Heute werden Mehrwegbecher verwendet, die mit einem Pfand versehen sind. Wenn das Getränk genossen worden ist, bringt der Kunde den Becher zum Getränkestand zurück, um das Pfand zu bekommen. Mit dieser einfachen Umstellung ist es möglich, wesentlich effizienter zu arbeiten. Für jeden Mehrwegbecher mussten früher zahlreiche Einwegbecher produziert werden.
 
Umweltschutz ist eine schlichte Notwendigkeit. Am Beispiel der Klimaerwärmung lässt sich leicht zeigen, wie risikoreich die Missachtung der Natur sein kann. Wenn die Voraussagen der Klimaforscher zutreffen, wird ein dramatischer Klimawandel auf die Menschheit zukommen. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, um die schlimmsten Folgen zu vermeiden. Die Menschheit hat schon einige Male gezeigt, dass sie aus der Geschichte lernen kann.