Von Insulinpumpen bis zur Massage

 
Bei Insulinpumpen handelt es sich um kleine Infusionsgeräte. Von der Größe her sind sie so groß wie eine Zigarettenschachtel. Getragen werden Insulinpumpen am Körper und werden über einen Katheter, bzw. über eine unter der Haut liegende Nadel worüber Insulin in den Körper geführt, und zwar rund um die Uhr. Diese Form von Therapie nennt man aus diesem Grund auch die kontinuierliche subcutane Insulininfusion (CSII). Insulinpumpen werden ausschließlich mit Altinsulin, bzw. mit Insulinanaloga beschickt. Sie geben über die ganzen 24 Stunden am Tag gleichmäßig eine vorprogrammierte Insulinmenge ab. Zu den Zeiten, wo Nahrung eingenommen wird, wird an Insulinpumpen durch das Betätigen von Knöpfen eine zusätzliche Insulinmenge für die Abdeckung der Kohlenhydrate, bzw. der Korrektur einer Stoffwechselentgleisung abgegeben. Auch dies geschieht über den unter der Haut liegenden Katheter. Ein Katheter kann 2 bis 3 Tage getragen werden. Dann sollte ein neuer Katheter angelegt werden. Insulinpumpen können auch im Stundentakt programmiert werden – und zwar variabel. Eine derartige Pumpe bereiht die Patienten im Übrigenvor dem „Essenmüssen" und erlaubt auch einen sehr variablen Tagesrhythmus. Mahlzeiten können hier einfach einmal auch ausfallen und es können auch spontane Aktivitäten leichter umgesetzt werden, wie zum Beispiel sich einer Massage hingeben, wenn es dem Diabetespatienten danach ist. Die Teilnahme an einer Massage ist durch einen gesetzten Katheter nicht eingeschränkt. Auch andere Sportarten können ausgeübt werden. Dinge, wie die Teilnahme an einer Massage oder an spontanen Aktionen ist insbesondere für Diabetikern mit dem ausgeprägten DAWN Phänomen und für Diabetiker mit häufigen Unterzuckerungen sehr wichtig. Diabetes führt nämlich nicht selten zur Ausgrenzung von der Gesellschaft, da Diabetiker stets ihre regelmäßigen Mahlzeiten einnehmen und auch stets und überall ihre Spritze mit dabei haben müssen.