Wellnessurlaub Harz – Trend im Sommer und im Winter

Der Harz ist immer noch zu verteidigen! Allen Wellnesssuchenden leuchtet der Harz sowieso in seinem harten Goldglanz entgegen, den man für eine leichte, erfrischende Reise in die deutsche Urlaubsregion nicht bewerben muss.
Anders ist es mit den Berlinern, Frankfurtern, Hamburgern, Kölnern oder Leipzigern, die so selbstgerecht hinabschauen und dort angeblich nichts finden, was auf ihrer Coolheits-Skala den Zeiger nach rechts treiben würde. Bei diesen Verächtern lohnt es sich, kampflustig aufzutrumpfen und davon zu erzählen, welche urbanen Genüsse und städtische Lässigkeiten jeden Kosmopoliten hier in den Bann schlagen können.
Großes Freiluftkino spielt die Stadt jeden Sommer, und die Bergfrische, die schon mitten durch die Stadt zu spüren ist, kann nicht oft genug besungen werden. Dieses High –und Lowgefühl bekommt keiner in den Alpen, Shanghai oder in einem anderen Bergland. Das Lungern unter flirrenden Blättern, das kniehohe Waten und das wunderbar schlichte Flaschenbier – effektiver kann sich kein überdrehtes Großstadtherz laben.
Wer Grün und Abstand braucht muss sich aber nicht unbedingt ein Fleckchen auf den Bergen suchen, er kann auch ganz zentral Oasen mitten im Geschehen aufspüren. Ein solcher Ort ist das Museum „Haus der Natur“. Hier kann sich auch der müde Besucher unverzagt ausstrecken und sich über Pflanzen und Wälder informieren. Eine altmodische und stille Sensation ist dann ein Kaffee in einer der innerstädtischen Cafébars.
Im Harz macht es ja gerade so Spaß, den Ruf der Stadt der Geschäftigkeit zu widerlegen. Also in Nischen abzutauchen, die einen mit einem ganz speziellen Flair einlullen. Morgens wäre so ein Schritt in eine eigene Welt der in eine der Konditoreien, die alle unbestritten den besten Kuchen des Landes machen. Hier kann zum guten alten Kontinentalfrühstück darüber gerätselt werden, wie sich das royale Leben einst hinter der Gegenwart angefühlt haben mag. Ob gefüllter Magen und Kirche zusammenpassen, sei dahingestellt. Aber niemand sollte den Harz verlassen, ob gläubig oder nicht, der nicht eine der vielen mächtigen Kirchen von innen erlebt hat. Es gibt wenige heilige Häuser auf der Welt, in denen sich die Gedanken so extrem anfühlen. Es muss daran liegen, dass durch den katholischen Prachtbau etwas unerklärliches Lichtes und gleichzeitig Langmütiges zu schweben scheint. Im Harz lässt sich die Fußgängerzone wohltuend durchstreifen nach Kleinkram, Trödel, Sixtiest-Antiquitäten, Streetlife und trinkbarem Cappuccino. Wer jetzt nach Kunst und Kommerz eine nachmittägliche Erfrischung braucht, bleibt in der Innenstadt und trinkt etwas im Biergarten. Ein Ort, der weitaus charmanter ist als die berühmte Wirtschaft selbst. Hierher zu kommen und einen Wellnessurlaub im Harz zu machen ist unumgänglich, wenn auch traditionell.
Gegenüber der Trink- und Wandelhalle liegt das Kurhotel „Vier Jahreszeiten“. Der Clou an diesem Haus ist der Wellnessbereich. Hier lässt sich schauen, genießen und ausspannen, als wäre es noch gestern. Ein fabelhafter Service und gedämpftes Licht und dazu exquisite Snacks – man braucht nicht mehr, um davon zu träumen, für immer ein Mensch im Hotel zu sein. Gute Abende der schnelleren Art lassen sich im Café des Hauses angehen. Hier ein Bier zu trinken kann nie falsch sein.