Zeitdruck und Zeitungsdruck

Frühmorgens liegt die neueste Tageszeitung an allen Kiosken oder im Briefkasten der Abonnenten. Manche Zeitungen werden sogar schon in der Nacht verkauft. Die neuesten Nachrichten vom Vortag und Abend stehen wenige Stunden später schon in der Zeitung. Das bedeutet bei Redaktion, Gestaltung und Druck einen enormen Zeitdruck. Eine gewaltige Leistung, die der Zeitungsdruck jeden Tag verbringen muss.

Wenn die fertigen Seitenvorlagen in der Druckerei ankommen, beginnt der Stress. In kürzester Zeit müssen 10.000 Exemplare von Zeitungen gedruckt werden. Und anschließend ist noch der Transport erforderlich. Deshalb werden überregionale Zeitungen im Prinzip vor Ort gedruckt, im gesamten Bundesgebiet. Die mit dem Computer erstellten Zeitungsseiten gelangen über das Internet zur einzelnen Druckerei, sodass gleichzeitig an vielen Orten der Druck beginnen kann.

Der Zeitungsdruck ist stets ein Arbeiten unter Hochdruck. Alles muss präzise funktionieren, denn jede kleinste Verzögerung verhindert das rechtzeitige Ausliefern der Zeitung. Deshalb müssen die Zeitungsdrucker täglich eine verantwortungsvolle Arbeit leisten, die Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und reibungslose Abläufe erfordert. Um dies alles bewältigen zu können, ist der Drucker schon lange kein Handwerker mehr. Stattdessen ist er ein Druckmanager geworden, der sehr gut qualifiziert sein muss. Nur so kann er die hoch komplizierten, teuren, computergestützten Druckmaschinen steuern. Von einem Leitstand aus kann er alle Parameter wie Farbsättigung, Farbe, Papiergeschwindigkeit usw. einstellen. Lediglich das Aufsetzen der Druckplatten auf den Druckzylinder ist derzeit noch reine Handarbeit.

Aber auch daran arbeiten die Technologen bereits. Wahrscheinlich wird sich eine Technologie herausbilden, bei der ein Laserstrahl die Druckplatten in der Druckmaschine bebildert und dort auch gleich die Entwicklung stattfindet.