Onlinegames und ihr wirtschaftliches Potenzial

Der Onlinegames Markt wächst. Zu erkennen ist dies nicht zuletzt daran, dass inzwischen sogar teure Werbeplätze im Fernsehen von den Produzenten der Onlinegames gebucht werden können, wie es aktuell bei Adventure World der Fall ist. Marktforscher erwarten auch eine bevorstehende Explosion am Markt der Onlinegames. Eine Steigerung von stattlichen dreißig Prozent im vorletzten Jahr  war erst der Anfang, denn bereits im letzten Jahr und dem Anschein nach, auch im Jahr 2011, gehen die Steigerungsraten kontinuierlich gen Himmel. Der Markt der klassischen PC Spiele wiederum stagniert leicht.  Dadurch lässt sich erkennen, dass mit den Onlinegames ein neuer Markt entdeckt wurde, den es bis dahin nicht gab.  Die Spielergruppe der Onlinegames sind vor allem die so genannten Casualgamer, also Gamer, welche nur gelegentlich etwasZeit zum Zocken haben und gerne zusammen mit Freunden gamen, wobei ein eher moderater Schwierigkeitsgrad bevorzugt wird, da Casual Gamer, anders als Hardcorespieler, nicht die Geduld haben, sich über mehrere Stunden mit einer Spielaufgabe zu beschäftigen. Casualgamer, die früher auch PC Games gespielt haben, haben für gewöhnnlich aber eher weniger Geld für PC Spiele ausgegeben, wodurch die darauf basierenden Verluste im Markt der PC Spiele tendenziell gering sind. Während Analysten dieser Industrie eine weitere, schwache Stagnation der PC Spiele in den nächsten Jahren ankündigen wird der weiterer Anstieg bei Onlinegames bis übernächstes Jahr auf bis zu 100 % vorausgesagt.  Spätestens an diesem Punkt lässt sich ganz bestimmt von einer Explosion des Markts der Onlinegames sprechen.

Facebook, Google+ und Co.

Für den Aufschwung dieser Onlinegames sorgen hauptsächlich die sozialen Netzwerke wie einst das VZ Netzwerk, welches bei uns ziemlichverbreitet war, bis Facebook die Nutzer auch bei uns in seinen Bann zog. Und selbst in Googles verhältnsimäßig jungen sozialem Netzwerk Google+ sind Onlinegames bereits eingebaut worden. Denn die meiste Zeit verbringen die Benutzer in den sozialen Netzwerken mit dem Spielen von Onlinegames.  Denn, was zu Beginn als kurzer Langeweilekiller anfängt wird schnell zu einem Spieleerlebnis was von der Dauer der darin investierten Zeit, den üblichen PC Spielen absolut nicht hinterher hinkt. Denn die Welt der Onlinegames steht nie still und somit sehen sich ein Großteil der Spieler oft gezwungen, nach dem Spielstand zu schauen, wodurch sie sich öfters bei den sozialen Netzwerken einloggen als vorher. Und dann, im Zuge des Einloggens, werden noch zusätzliche Funktionen des Netzwerks genutzt, wodurch die Betreiber der Onlinegames, sowie die Betreiber der sozialen Netzwerke im gleichen Sinne profitieren. Nicht zuletzt werden an den enormen Gewinnen der Onlinegames auch die Betreiber der sozialen Netzwerke miteinbezogen. In welchem Umfang die Anteile hier sind ist allerdings nicht klar, da voraussichtlich mit den jeweiligen Spieleherstellern der Onlinegames und beispielsweise Facebook individuelle Abkommen getroffen werden.

Onlinegames sind immer gratis spielbar?

Onlinegames sind in erster Linie zwar kostenlos, doch merken die Spieler nach einer gewissen Eingewöhnungsphase recht deutlich, dass das Spiel zwar weiterhin kostenfrei verfügbar ist, es allerdings die Option sogenannter Premiuminhalte gibt, für die aber bezahlt werden muss, sofern er die Inhalte benutzen will.  Diese Inhalte in Form von speziellen Dingen sind bei Onlinegames häufig eine so genannte Premiumwährung, also eine zweite Währung im Spiel. Während der Spieler von einer Währung durch verscheidenste Tätigkeiten immer weiter Nachschub bekommt sodass er im längeren Spielverlauf oft sogar mehr davon hat als er überhaupt ausgeben kann, ist das Erlangen der Premiumwährung oft entweder nicht machbar oder aber auch extrem fordernd.  Auch wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, die spezielle Währung zu erkaufen, fehlen den Spielern, die ihr Geld nicht für das Onlinegame ausgeben möchten, sehenswerte Gegenstände die einiges an Spielspaß ausmachen könnten. Das Bezahlen von Echtgeld in ein solches Spiel wird zwar von den meisten Spielern abgelehnt, jedoch geben ganze 56 Prozent  der Spieler monatlich zwischen 9 und 31 Euro dafür aus und auch ein großer Teil der Spieler hat mindestens einmalig einen niedrigen Geldbetrag in sein Spiel investiert, welches er schon mehrere Wochen spielt.