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Tarotkarten sind heutzutage nahezu jedem ein Begriff, nicht nur in den inneren Kreisen der Esoterik kennt man sie. Sie werden nicht nur von professionellen Wahrsagern genutzt, auch für private Anwendungen findet man eine Vielzahl an Decks und Legemethoden. Entstanden sind die Tarotkarten vermutlich im Mittelalter zwischen dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert.
Ein Deck besteht für gewöhnlich aus 78 Karten, jedoch kommen auch Decks mit 74 oder gar 80 Karten vor. Manche Kartendecks beinhalten auch lediglich 22 Karten, die als große Arkana bekannt sind, was soviel wie „großes Geheimnis bedeutet“. Dem gegenüber stehen die kleinen Arkana, ein Satz von vier mal vierzehn Karten, aufgeteilt in vier Spielfarben. Diese vier Farben finden sich genau so im üblichen Kartensatz für Skat und ähnliche Kartenspiele.
Die Interpretationen des Tarotdecks unterlagen über die Jahrhunderte hinweg großen Veränderungen. So haben sich einige Systeme für das in der Esoterik oft genutzten Tarot herausgebildet, so unter anderem das Marseille Tarot, das Rider-Waite Tarot und das Thoth Tarot.
Zur Interpretation gibt es jeweils verschiedene Möglichkeiten, die sich zum Teil mit der Geschichte des Tarot entwickelt haben, andererseits auch solche, denen eine Verbindung mit anderen Methoden und Anwendungen der Esoterik nachgesagt werden. Im Tarot werden so vor allem die Zuordnungen der vier Kartenfarben den alchimistischen Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde zugesprochen.
Die Numerologie, und daran im Rahmen der Zahlenmystik anschließend auch oftmals die Kabbala, bieten ebenfalls einige Interpretationsmöglichkeiten. Inwieweit diese nützlich sind, ist vor allem bei der Bezugnahme auf die jüdische Kabbala umstritten.
Auch Grundgedanken der Astrologie lassen sich auf Tarot anwenden. Dabei werden Tierkreiszeichen und Planeten den Tarotkarten des großen Arkanums zugeordnet, so zum Beispiel im von Crowley gelehrten Thoth Tarot.
Andere der Esoterik bekannte Zuordnungen sind das chinesische I Ging, nordische Runen, oder Mythologien zum Beispiel der Kelten oder Ägypter. Vor allem letztere Zusammenhänge werden oft von Tarotlegern angezweifelt, Nachweise zur Verbindung von Tarot mit diesen alten Kulturen sind schwer zu erbringen.