Kleine Geschichte des Muffins

Die Muffins, die sich bei uns immer größerer Beliebtheit erfreuen und kleinen Kuchen ähneln, haben ihren Ursprung in Amerika und kamen mit der Eröffnung der zahlreichen Fastfood-Restaurants zu uns. Heutzutage findet man sie in zahlreichen Varianten sowohl süß, als auch herzhaft. Bei der Auswahl der Zutaten sind der Fantasie (fast) keine Grenzen gesetzt. Mit Nüssen, Schokoladenstücken oder frischen Früchten gebacken, erfreuen sie fast jeden und auch bei der Gestaltung des Toppings hat man viele Wahlmöglichkeiten. Ob man es lieber pur mag oder mit Glasur, geschmückt mit Nüssen oder Zuckerperlen oder verziert mit Zuckerschrift – Muffins sind schön anzusehen und handlich. Verstaut in Plastikdosen halten sie sich über mehrere Tage frisch und lassen sich auch gut mitnehmen. Doch seit wann gibt es eigentlich Muffins? Die Tradition dieses Backwerkes kann bis um 1100 nach England zurückverfolgt werden. Damals handelte es sich um eine Art Brotteig, der mit Hefe und Milch hergestellt und in runden Scheiben gebacken wurde. Mit den britischen Auswanderern gelangte diese Spezialität nach Amerika, wo das Muffinsrezept im Laufe der Zeit verändert wurde. Statt Hefe wird nun Natron oder Backpulver als Triebmittel eingesetzt. Durch die Verwendung spezieller Backbleche mit tieferen Mulden quillt der Teig beim Backen auf und quillt über den Rand, wodurch die Kuchen die typische „pilzartige“ Form erhalten. Auch heute gibt es in England noch die originalen englischen Muffins, die kleinen flachen Brötchen ähneln und in einer Pfanne ausgebacken werden. Diese britische Spezialität wird ganz traditionell zum Fünf-Uhr-Tee mit Marmelade oder Clotted Cream (einer Art dickem Rahm) gegessen.