Festgeld

Festgeld als Form der Geldanlage ist in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten, doch gerade heute stellt es eine interessante Möglichkeit dar. Grund für den Rückgang an Anlagen in Festgeld sind die derzeit vergleichsweise hohen Zinsen auf Tagesgeld, welche aufgrund verstärkter Werbemaßnahmen vieler Banken sogar teilweise höher liegen als die Festgeld Zinse  bei ein- bis zweijähriger Laufzeit. Dabei vergessen jedoch viele Anleger dass diese in der Werbung hochgelobten Tagesgeldzinsen sich nur an Neukunden und für einen gewissen Zeitraum richten. Nach Ablauf dieser Frist gelten dann die niedrigeren für Bestandskunden gültigen Zinssätze. Zwar kann auch dann in Ausnahmefällen der Tagesgeldzins noch etwas über dem derzeit möglichen Festgeldzins liegen, die Gefahr für die Rendite ergibt sich jedoch aus der zukünftigen Zinsentwicklung.
Festgeld Zinsen richten sich ebenso wie die Zinsen auf Tagesgeld nach den Leitzinsen der Zentralbanken und den aktuellen Zinssätzen am Geldmarkt. Somit unterliegen sowohl die Zinsen auf Festgeld als auch die Zinsen auf Tagesgeld ständigen Schwankungen. Doch während eine Bank beim Tagesgeld die gebotenen Zinsen jederzeit dem aktuellen Marktumfeld anpassen kann, gelten die Festgeld Zinsen für den gesamten Anlagezeitraum. Stehen die Weichen am Geldmarkt also eher in Richtung sinkende Zinsen, kann man sich mit einer längerfristigen Anlage in Festgeld vor Zinssenkungen schützen, denn bei einer zweijährigen Anlagedauer und Festgeld Zinsen von viereinhalb Prozent, gelten diese Zinsen auch für die gesamten zwei Jahre. Während sich dann Tagesgeldanleger vielleicht über sinkende Zinsen ärgern, kann man sich als Festgeld Anleger beruhigt zurücklehnen und sich über die gleichbleibenden Zinsen der gesamten Anlagedauer freuen.