Für Kinder spenden - pro und kontra Kinderpatenschaft

Viele Menschen spenden besonders dann gerne Geld, wenn es gilt, in Not geratenen Kindern zu helfen. Kinder sind in vielen Gesellschaften in der Tat überdurchschnittlich hilfsbedürftig, weil sie von Krankheiten und Naturkatastrophen intensiv betroffen sind. Außerdem macht es zu Recht betroffen, wenn bereits Kinder schwere Arbeit leisten müssen oder in anderer Hinsicht ausgebeutet werden. Aber welches ist der beste Weg der Hilfe?
Zum einen besteht die Möglichkeit, solche Spendenorganisationen zu ermitteln, die sich speziell um das Kindeswohl bemühen. Diese Organisationen freuen sich in der Regel über Geldspenden - insbesondere dann, wenn die Spende nicht zweckgebunden ist. Eine Alternative sind so genannte Kinderpatenschaften. Bei diesem Hilfsmodell kann ein Spender ein namentlich bekanntes Kind (z.B. in einem Dorf) mit Geld unterstützen. In manchen Fällen ist die Patenschaft eher symbolischer Natur, in anderen Fällen kommt das Geld unmittelbar dem Patenkind zu Gute.
Eine möglichst enge Bindung und Rückkopplung an das ausgewählte Kind wird von vielen Paten als persönlich befriedigend empfunden; der Pate hat das Gefühl, dass seine Unterstützung tatsächlich ankommt und hilft. Allerdings ist diese Form der Hilfe mit recht hohem logistischen Aufwand verbunden, der einen Teil des Spendengeldes als "Verwaltungskosten" wieder verschlingt. Eine Kinderpatenschaft ist in manchen Fällen also eine befriedigende, aber relativ uneffiziente Form der Hilfe. Bei "unpersönlicheren" Arten der Spende kommt unter dem Strich oft mehr an.