Immobilienfonds – riskante von sicheren Fonds unterscheiden

Im Allgemeinen gelten Immobilienfonds als eine recht sichere Geldanlage, was aber wirklich nur dann der Fall ist, wenn es sich um offene Immobilienfonds handelt. Die Alternative dazu sind geschlossene Immobilienfonds, die sich schnell als eine sehr risikoreiche Geldanlage entpuppen kann.
 
Dies ist darin begründet, dass geschlossene Immobilienfonds in der Regel nur in eine einzige Immobilie investieren. Offene Immobilienfonds hingegen investieren mindestens in 15 verschiedene Immobilien, dass ist vom Gesetz sogar so vorgeschrieben. Ein weiterer gravierender Unterschied der beiden Immobilienfondsarten ist, dass der Anleger bei einem geschlossenen Immobilienfonds auch Mitgesellschafter an der Firma wird, die Eigentümer der betreffenden Immobilie ist. Damit trägt der Investor auch das unternehmerische Risiko, was bedeutet, dass er seine investierten Gelder auch verlieren kann. Im schlimmsten Fall kann das Risiko so weit führen, dass der Investor mit seinem privaten Vermögen haftet. Daher sind geschlossene Immobilienfonds nicht so gut für den Vermögensaufbau von Privatpersonen geeignet. Kennt man als Anleger also den Unterschied zwischen einem geschlossenen und offenen Immobilienfonds und kann damit auch einschätzen, was risikoreich und was sicher ist, dann kann bei der Investition in diese Anlagemöglichkeit kaum etwas schief gehen.
 
Eines haben beide Fonds jedoch gemeinsam: sie erwirtschaften aus zwei verschiedenen Quellen ihre Einnahmen. So werden zum einen Erträge aus der Wertsteigerung der einzelnen Objekte erwirtschaftet und zum anderen sind die Immobilien bei einem offenen Immobilienfonds vermietet, sodass der Fonds an dieser Stelle Mieteisnahmen für sich verbuchen kann. Dabei gibt es eine Besonderheit, denn die Einnahmen aus der Wertsteigerung sind steuerfrei. Damit muss der Anleger auf diesen Teil seiner Rendite auch  nicht die Abgeltungssteuer zahlen, die es seit 2009 in Deutschland gibt und die 25 Prozent ausmacht.