Offene Immobilienfonds als Geldanlage für den Kleinanleger

Offene Immobilienfonds eignen sich besonders für den Kleinanleger, der sich am börsenotierten Immobilienmarkt beteiligen möchte. Dies ist darin begründet, dass bei dieser Art der Immobilienfonds eine Anlage bereits ab 25 Euro möglich ist. Damit hat man vor einigen Jahren eine Möglichkeit geschaffen, auch Privatpersonen am börsentäglichen Handel mit Immobilien zu beteiligen.
Interessant sind offene Immobilienfonds allerdings auch, weil sie als recht sichere Anlageform gelten und steuerliche Vorteile bieten. Bei einem Immobilienfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, der ein Sondervermögen in Immobilien bildet. Hierbei muss in mindestens 15 verschiedene Immobilien investiert werden, durch die Gewinne erwirtschaftet werden. Diese Gewinne setzen sich aus den Mieteinnahmen sowie aus der Wertsteigerung der einzelnen Objekte zusammen. Die Mieteinnahmen gelten bei einem offenen Immobilienfonds als recht sicher, denn meist handelt es sich hierbei um Bürogebäude oder Einzelhandelsimmobilien, die in bester Lage immer belegt sind. Auch die Wertsteigerung der Immobilien ist weitestgehend gesichert, sodass von Haus aus die Immobilienfonds eine recht sichere Geldanlage darstellen. Die Anleger bekommen bei einem offenen Immobilienfonds einmal im Jahr ihre Gewinne ausgezahlt. Diese sind allerdings um die Zins- und Tilgungsleistungen, sowie um Verwaltungskosten und Bewirtschaftungskosten der einzelnen Immobilien bereinigt. Bei den erwirtschafteten Erträgen gibt es eine weitere Besonderheit, denn hier kommen steuerliche Vorteile zum Zuge. Die Erträge, die sich aus der Wertsteigerung der einzelnen Immobilien ergeben, sind nämlich von der Steuer befreit. Somit muss der einzelne Anleger nur auf die Erträge aus den Mieteinnahmen die neue Abgeltungssteuer entrichten, die es seit dem 1. Januar 2009 gibt und die einen Anteil von 25 Prozent ausmacht.
Damit haben sich inzwischen offene Immobilienfonds als wahres Steuersparmodell entwickelt und sind daher recht beliebt und gefragt. Als Alternative zum offenen Immobilienfonds gibt es den geschlossenen Immobilienfonds, der dem offnen recht ähnlich ist. Allerdings wird dieser Fonds geschlossen, wenn der Anlegerkreis zusammengekommen ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn das erforderliche Kapital für die Investition erreicht ist. Der Anleger ist dann auch nicht nur am jeweiligen Ertrag und Verlust der Immobilien beteiligt, sondern auch an dem der Firmen, die sich in diesen Immobilien befinden. Damit investiert man bei einem geschlossenen Immobilienfonds eigentlich in ein bestehendes Unternehmen.