Was man unter Return on Investment versteht

Viele Menschen planen eine Investition und beschäftigen sich daher eingehend mit der Wirtschafts-und Finanzwelt. Der Ein- oder Andere wird sicherlich in diesem Zusammenhang auch den Begriff „Return on Investment“ gehört haben, weiss aber nicht wirklich etwas damit anzufangen. Oft ist dann die Wissenslücke und damit der Informationsbedarf gross.

Wofür steht also nun der Begriff „Return on Investment“ oder auch ROI abgekürzt? Er ist der englische Fachausdruck für die Kapitalrendite oder auch Kapitalverzinsung. Hierbei handelt es sich um ein Modell zur Messung der Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Der ROI beschreibt als Oberbegriff für Renditekennzahlen sowohl die Eigenkapitalrendite (Return on Equity) als auch die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets). Es gibt mehrere Methoden zur ROI-Berechnung. Beispiel dafür ist die Multiplikation von Umsatzrendite und Kapitalumschlag. Da jedoch nicht jedem Finanzlaien diese Grössen bekannt sind, ist die nachvollziehbarste Form der ROI-Berechnung sicherlich der Quotient aus Gewinn und Gesamtkapital. Einfach gesprochen sagt der ROI auch aus, wie viel Kapital insgesamt investiert werden muss, um die gewünschte Summe X als Gewinn zu erhalten.

Oft wird anstatt des Begriffs „Gewinn“ auch der Begriff „Periodengewinn“ verwendet. In so einem Fall schafft man eine periodische Bezugsgröße, um den finanziellen Erfolg des ganzen, innerhalb eines Unternehmens gebundenen Kapitals zu beurteilen. Der ROI erlaubt in diesem Zusammenhang jedoch keine Beurteilung des Erfolgs einer Einzelinvestition, beispielsweise in eine Sachanlage. Eine sinnvolle Interpretation ist immer nur dann möglich, wenn das Ergebnis daher entsprechend aufgespaltet werden kann.

Will man nun den ROI für eine Einzelinvestition heranziehen, wird dann nicht das Gesamtkapital eines Unternehmens betrachtet, sondern eben nur Einzelinvestitionen im Rahmen unternehmerischer Tätigkeit. Die ROI-Berechnung erfolgt entsprechend dann aus dem Quotienten aus Gewinnanteil und Kapitaleinsatz, das heisst, also nur das Kapital, das entsprechend für diese zu betrachtende Einzelinvestition verwendet wird. Bei einer Berechnung des ROI bezogen auf eine Einzelinvestition wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Rückflüsse der Investition aus einer vorangegangenen Analyse bereits bekannt sind.

Im Allgemeinen ist eine Berechnung des ROI immer nur dann interessant, wenn die Investments auch zum Unternehmenserfolg beitragen können, d.h. dass eine Amortisation innerhalb eine bestimmten Nutzungsdauer erreicht wird. Somit gilt als Faustregel, dass nur Investitionen mit einer Amortisation von unter drei Jahren vorteilhaft sind. Es ist daher sinnvoll, den ROI auch bereits in der Planungsphase einer möglichen Investition zu berechnen, was dann eine Berechnung für die gesamte Nutzungsdauer sinnvoll macht.