Vom Taschenspielertrick bis zu den Hightech unterstützten Zaubertricks

 
Früher waren es die Hofnarren, die als Unterhaltungskünstler die Massen begeisterten. Später gingen Gaukler auf die Straße und führten auch dem „normalen Volk“ ihre Künste vor. Grundsätzlich sind Zaubertricks Illusionen, die früher in dem Ruf standen Tricks zu sein, mit denen diejenigen, die diese anwandten anderen Menschen etwas Böses antun wollten. Aus diesem Grund galt der Beruf des Gauklers noch bis ins 18. Jahrhundert hinein auch als ein Beruf mit einem gewissen kriminellen Touch. Irgendwann aber erkannten die Menschen den Unterhaltungswert der Zaubertricks, doch reich wurden diejenigen, die Zaubertricks vorführten mit ihrer Kunst in der Regel nicht. Daran hat sich auch heute nicht viel geändert.
 
Insbesondere im 19. Jahrhundert erfuhrt die Zauberkunst aber durchaus eine Aufwertung. Es traten dabei Menschen auf die Bühnen, die dem Ruf der Taschenspielertricks ein Ende setzten wollten und wunderbare Shows darboten, wie Jean Eugène Robert-Houdin oder John Henry Anderson. Während diese noch mit einfachen Utensilien arbeiteten, um ihren Zaubertricks einen würdigen Rahmen zu gewähren, hatten die Zauberkünstler des beginnenden 20. Jahrhunderts schon mehr Möglichkeiten ihre Zaubertricks in aufwändigen Illusionsshows in Szene zu setzen. Nicht umsonst spricht man hier auch vom Goldenen Zeitalter der Zauberkunst.
 
Mit dem zunehmenden Fortschritt in der Technik war es den Künstlern dabei immer mehr möglich immer mehr Illusionen einzubauen. Ohne Illusion käme zum Beispiel David Copperfield zum Beispiel gar nicht aus. Seine Großillusionen auf der Bühne verlagerte er sogar ins Fernsehen. Dies gelingt nur sehr wenigen Künstlern, da die Zaubertricks im Fernsehen in der Regel an Wirkung verlieren, weshalb die meisten Zauberer auch sich auf die Bühne als Veranstaltungsort für ihre Zaubertricks beschränken. Copperfield beispielsweise gastiert heute allerdings auch meist nur noch im Zauber-Mekka Las Vegas.