Aminosäuren im Gleich- oder Ungleichgewicht?

Nur wenn Körper, Seele und Geist miteinander harmonieren, fühlt der Mensch sich fit. Gerät etwas aus dem Gleichgewicht, macht sich dies durch verschiedenste Beschwerden bemerkbar. Nur wer die Signale, die einem gegeben werden, Ernst nimmt, kann Abhilfe schaffen. Leider tendieren zahlreiche Menschen dazu kleine Leiden so lange zu verdrängen, bis daraus größere Probleme werden. Die Proteine – auch als Eiweiße oder Eiweißstoffe bekannt – sind Makromoleküle, welche sich aus Aminosäuren zusammensetzen. Proteine haben diverse Aufgaben zu bewältigen: sie geben den Zellen ihre Struktur, transportieren Stoffe, katalysieren Reaktionen und erkennen Signalstoffe. Alle Proteine in einem Lebewesen, in einem Gewebe oder in einer Zelle werden als Proteom definiert. Die Aminosäuren sind eine Klasse organischer Verbindungen. Bislang kennt man 22 proteinogene und 250 nicht-proteinogene natürlich vorkommende Aminosäuren, welche biologische Funktionen haben. Sogar auf Kometen und Meteoriten konnten diese Verbindungen nachgewiesen werden. All jene Aminosäuren, welche ein Lebewesen benötigt, aber nicht selbst produzieren kann, müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Man spricht in diesem Sinne von den essentiellen Aminosäuren. Für den Menschen sind die Aminosäuren Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentiell. Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in gewissen Situationen aufgenommen werden, z.B. während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Die übrigen Aminosäuren werden entweder direkt synthetisiert oder durch Modifikation gewonnen. Als Aminosäuren-Stoffwechsel bezeichnet man die Gesamtheit aller biochemischen Prozesse, die in einem Lebewesen zum Aufbau oder Abbau von Aminosäuren führen. Man kann Aminosäuren auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln dem Körper zuführen. Befinden sich die Aminosäuren aus dem Gleichgewicht, ruft dies verschiedene Symptome hervor. Dazu zählen Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Depressionen oder auch eine verminderte Herzleistung. Ob ein Ungleichgewicht vorherrscht, kann man nur mittels einer Blutprobe herausfinden. Der Aminosäure-Blutspiegel sagt viel über die jeweilige Konzentration im Blut aus. Ein Aminosäure-Ungleichgewicht kann durch Stress, Krankheit oder Sport verursacht werden. Fehlt auch nur eine einzige der Aminosäuren, wird die Proteinproduktion minimiert.