Die Angst vor der MPU

Die MPU, der im Volksmund bekannte Idiotentest, löst bei den Menschen, die an dieser Prüfung teilnehmen müssen, oft große Ängste aus. Noch schlimmer als die einst absolvierte Führerscheinprüfung geht der Test den Prüflingen an die Nieren. Kein Wunder, denn schließlich hängt oft einiges von der Fahrerlaubnis, die man verloren hat, ab. Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung besteht aus mehreren Einzelteilen, die alle nicht leicht zu bestehen sind.
 
Jemand, der seinen Führerschein wegen Alkoholdelikten im Straßenverkehr verloren hat, wird sicher am meisten Angst vor der medizinischen Untersuchung, bei der die Leberwerte eine wichtige Rolle spielen, haben. Das Problem ist, dass die MPU-Absolventen hier keine andere Möglichkeit haben, sich vorzubereiten, als wirklich gesund zu leben, das heißt, über längere Zeit auf fettes Essen und vor allem Alkohol zu verzichten. Wer sich hier einige Sünden erlaubt hat, wird dies sicher auf dem Laborbefund in eindeutigen Werten sichtbar und vom untersuchenden Arzt, der die Fahreignung nicht feststellt, in klaren Worten mitgeteilt bekommen. Eine Menge Geld ist verloren, die Wartefrist bis zur nächsten Prüfung kostet Nerven.
 
Die Angst direkt vor den einzelnen Tests ist den MPU-Prüfern durchaus bekannt. Sie ist ein Faktor, den sie mit berücksichtigen, wenn ein Proband da vor ihnen sitzt. Übersteigerte Nervosität, die sich durch Zukunftsängste, Versagensängste und andere Komponenten aufbaut, kann man nicht wirklich bekämpfen. Vor der Prüfung werden sicher die Hände zittern, Schweiß auf der Stirn stehen und körperliches Unwohlsein tritt in vielen Fällen auf. Auf Kaffee zu verzichten, für ausreichend Schlaf zu sorgen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren hilft, diese Nervosität, die in dieser Situation völlig normal ist, etwas zu mildern. Ansonsten bleibt nur, abzuwarten, sich den Fragen und Tests, sowie der medizinischen Untersuchung zu stellen. Gibt man sich, wie man ist, hat man die größten Chancen, die MPU auch zu bestehen.