Hilfe bei Gürtelrose oder Haarausfall!

Wollen wir mal hoffen, dass der junge vielsprechende Arzt, der sich in den USA mit der Pharmalobby angelegt hat, heil aus der Sache rauskommt. Schließlich ist eins klar: Mit einer Lobby, die wegen Hilfe bei Gürtelrose oder Haarausfall 65 Milliarden Dollar Schadensersatz verlangt, ist nicht zu spaßen.
Was ist eigentlich passiert? Also, ein junger Arzt veröffentlichte in einer Fachzeitschrift einen Artikel mit dem Titel Hilfe bei Gürtelrose oder Haarausfall. Er vertrat ganz offensiv, allerdings ohne unsachlich zu werden, die These, dass Naturheilmittel häufig viel wirksamer sind als die Präparate der Pharmaindustrie, und dass es Naturheilmittel gibt, die man bei vielen verschiedenen Leiden anwenden kann.
Wie nicht anders zu erwarten, fand die Pharmalobby das gar nicht toll. Flugs veröffentliche sie eine Pressemitteilung, in der der junge Arzt als Scharlatan hingestellt wurde, als Scharlatan, der behauptet, er könne perfekte Hilfe bei Gürtelrose oder Haarausfall und allen anderen möglichen Leiden leisten.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Der junge Arzt verfügte eine Unterlassensverfügung; die Pharmalobby klagte und gewannt; der junge Mann zog wieder vor Gericht und bekam Recht ... Wie lange die Angelegenheit die Gerichte noch beschäftigen wird, ist unklar, aber jetzt hat die Lobby ihren Widersacher verklagt, und zwar auf Schadensersatz in Höhe von 65 Milliarden Dollar! Klingt verrückt, aber wenn er nur ein Zehntausendstel dieser Summe zahlen müsste, wäre der junge Mediziner pleite. Übrigens: Mittlerweile wird er von einer Bürgerrechtsbewegung unterstützt, die sich den Namen Hilfe bei Gürtelrose oder Haarausfall gegeben hat, um zu demonstrieren, wie lächerlich die ganze Sache eigentlich ist, und wie viel Macht die großen Lobbys in den USA wirklich haben.