Klinischer Monitor

Unter Clinical Research Associate (CRA) ist die Bezeichnungen für den Klinischen Monitor zu verstehen. Seine Aufgabe besteht darin, klinische Prüfungen zu überwachen. Diese klinischen Prüfungen sind nach dem Arzneimittelgesetz § 4, Absatz 23 definiert. Die Deklaration von Helsinki gibt die Vorgabe "guter klinischer Praxis", des weiteren werden länderspezifischen Gesetzgebungen unter denen solche Studien stattfinden können, herangezogen. Zu den Aufgaben eines freelance cra zählt auch die Durchführungskontrolle laut Vorgaben des Prüfplans, die auf vorgegebenen Dokumentationsbögen aufgelisteten Studiendokumentationen, sowie der Gebrauch der Studienmedikation.

Beim freelance cra handelt es sich bis dato um keine geschützte Berufsform und ist die Ausübung an keine gesetzliche Berufsausbildung gebunden. Interessenten müssen ihr wissenschaftliches und medizinisches Wissen selbstständig und auf freiwilliger Basis erwerben. Der Clinical Research Associate kann in vier Sparten arbeiten: als freelance cra, in einem Pharmabetrieb, im Rahmen eines Auftragsforschungsinstitutes, oder als Teil eines Koordinierungszentrums für Klinische Studien. In Deutschland existiert ein gemeinnütziger Verein, innerhalb dessen sich CRA's und Monitore zusammengeschlossen haben, und gegenseitig voneinander profitieren und ihr Wissen und ihre Erfahrungen austauschen können. Ein weiterer weltweit tätiger gemeinnütziger Verein setzt sich für die zertifizierte Ausbildung von CRA's ein.

In diesem Zusammenhang ist auch die "International Spociety of pharmacovigilance" (ISOP) zu erwähnen. Sie ist die einzige internationale Fachgesellschaft, die sich für Förderung der Arzneimittelsicherheit einsetzt. Ihre Mitglieder kommen aus der pharmazeutischen Industrie, den Behörden für Arzneimittelzulassung und verschiedenen NGO's. ISOP zählt zu den assoziierten Mitgliedern der International Union of Pharmacology, des Councils for international Organisations of Medical Science und der European Association for Clinical Pharmacology and Therapeutics. Die jährlichen internationalen Tagungen beinhalten Vorstellungen von Arbeiten im Gebiet pharmacovigilance. Das Wort leitet sich aus dem griechischen pharmacon = Heilmittel und dem lateinischen vigilantia = Wachheit ab. Daher dient pharmacovigilance der laufenden, systematischen Überwachung eines Fertigarzneimittels zur Risikominimierung bei Mensch und Tier.