Kompressionsstrümpfe fördern die Durchblutung

Kompression und Kompressionstherapie
Die Kompressionstherapie wird eingesetzt, um das Blut schneller durch das venöse
Beinsystem fließen lassen zu können. Dabei wird lokal Druck auf das venöse Beinsystem
ausgeübt und somit die Durchblutung gefördert. Es kommt zu einem erhöhten Rückfluss
des Blutes zum Herzen. Dabei werden mögliche Ödeme reduziert und Ablagerungen
abtransportiert. Durch die bessere Durchblutung können vorhandene Wunden besser
abheilen und Thrombosen verhindert werden. Die Kompressionstherapie wird bei
unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt und verbessert die Lebensqualität des
Patienten.
Kompressionsstrümpfe zur Unterstützung einer Kompressionstherapie
Durch den permanenten Druck, den der Kompressionsstrumpf auf das Bein ausübt,
kommt es zu einer Verengung der venösen Beingefäße und die Fließgeschwindigkeit des
Blutes wird gesteigert.
Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen zwei
verschiedenen Kompressionsstrümpfen. Zur Auswahl stehen flachgestrickte Strümpfe mit
Naht und ein- und doppelflächig rundgestrickte nahtlose Strümpfe. Außerdem wird
zwischen Kompressionsstrümpfen für den täglichen Gebrauch oder zum Trainieren
unterschieden. Bei der Anwendung von Kompressionsstrümpfen ist auf jeden Fall Vorsicht
geboten! Wenn die Strümpfe nicht richtig passen oder unsachgemäß gewickelt werden,
kann es zu Hautschädigungen kommen, welche mit Blasen und Druckstellen einher
gehen. Hierbei kann es sogar zum Absterben der Haut, einer sogenannten Nekrose, und
zu Nervenschädigungen oder tiefen Beinvenenthrombosen kommen.
Kompressionsstrümpfe werden im medizinischen Fachhandel den Körpermaßen
entsprechend verkauft.
Zur Erleichterung beim Anlegen von Kompressionstrümpfen, können Anziehhilfen genutzt
werden. Diese schonen außerdem den Kompressionsstrumpf und können von der
Krankenkasse erstattet werden. Je nach Strumpf sind unterschiedliche Anziehhilfen
erhältlich.