Kopfläuse

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein Insekt, das weder fliegen noch springen kann. Es wird nur durch den direkten Kopfkontakt, etwa beim Schmusen, Kuscheln oder beim kindlichen Spielen übertragen. Mangelnde Körperhygiene ist dagegen nicht die Ursache für den Befall mit Kopfläusen. Die 2 bis 3 mm lange weiß bis gräuliche Kopflaus hält sich meist sehr dicht an der menschlichen Kopfhaut auf und ernährt sich mit ihrem kurzen Rüssel vom Blut der Kopfhaut. Beim Saugen hinterlässt sie ihren Speichel im Blut, was an den befallenen Stellen einen Juckreiz hinterlässt. Durch Verunreinigen der Einstichstelle kann es zu Entzündungen und Eiterbildungen kommen. Die Insekten vermehren sich durch Eiablage an der Kopfhaut. Eine weibliche Kopflaus kann während ihrer etwa 35-tägigen Lebensdauer bis zu 270 Eier (Nissen) legen, die sie am Haaransatz befestigt. Aus den nach 8 Tagen geschlüpften Larven erwachsen nach weiteren 10 Tagen geschlechtsreife Kopfläuse. Zur Beseitigung dieser Läuse empfiehlt sich ein Läuse- oder Nissenkamm mit einem Zinkenabstand von weniger als 0,3 mm. Das nasse Haar sollte damit mindestens einmal täglich über einen Zeitraum von mindestens acht Tagen gekämmt werden und der Kamm danach gut gereinigt werden. Ratsam ist das Tragen einer Kurzhaarfrisur oder gar eine Totalrasur des Kopfes, die der Kopflaus das Überleben unmöglich macht. Im Handel und in Apotheken sind darüber hinaus zahlreiche Mittel zur chemischen Behandlung erhältlich. Jedoch ist eine nur einmalige Behandlung unzureichend, da damit nie alle Läuse und Nissen abgetötet werden. Deshalb sollte die Behandlung nach acht Tagen wiederholt werden. Auch auf mögliche Nebenwirkungen sollte geachtet werden.