Kosten einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung

Bei den Kosten einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) ist zwischen den Gebühren, die für die eigentliche Prüfung entrichtet werden müssen und gegebenenfalls entstehenden zusätzlichen Kosten zu unterscheiden.

Die Gebühren für die MPU sind in einer Gebührenordnung geregelt. Wenn von dem Prüfling ein Drogenscreenig durchzuführen ist, belaufen sich die Gebühren hierfür auf insgesamt rund 500 Euro.

Aber diese Kosten sind in der Regel nur der geringere Teil der Ausgaben, die im Zuge einer MPU anfallen. Lässt sich der Prüfling von einem Verkehrspsychologen beraten, so muss dieser zusätzlich bezahlt werden. Gängige Stundensätze für Psychologen liegen bei rund 80 Euro. Bei der MPU Beratung fallen also je nach erforderlicher Stundenanzahl weitere Kosten an.

Muss der Prüfling wegen seines Alkohol- oder Drogenkonsums die MPU nicht zum ersten Mal durchführen, so verbessern sich seine Chancen, wenn er nachweisen kann, dass er seine Lebensführung und insbesondere sein Verhalten Suchtmitteln gegenüber geändert hat. Hierzu kann er sich den Besuch einer Selbsthilfegruppe bescheinigen lassen oder an einer ambulanten Entwöhnungstherapie teilnehmen. Je nach Maßnahmenträger und der Therapiedauer verursacht dies weitere Kosten von rund 400 Euro bis 600 Euro.

Will der Prüfling seine Abstinenz sicher nachweisen, so ist das vorgeschrieben Screening nur bedingt aussagekräftig. Durch freiwillige Haar-, Blut- oder Urinuntersuchungen, deren Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden, kann der Prüfling die Abstinenz belegen.