Das Phänomen Glutenunverträglichkeit sowie die Folgen für die Essgewohnheiten

Essen bedeutet für uns Genuss wie auch Lebensqualität, aber immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Oft handelt es sich hierbei um Allergien gegen gewisse Zusatz- oder Farbstoffe wie z.B. Glutamat, doch es kommt ebenfalls vor, dass der Körper aus unbestimmten Gründen eine Unverträglichkeit gegenüber natürlichen Lebensmittelbestandteilen entwickelt. Eine dieser Arten ist die umgangssprachlich Glutenallergie genannte, wobei es sich bei Gluten um einen Eiweißstoff handelt, welcher in sehr vielen Getreidearten vorkommt. Menschen, die eine Glutenintoleranz haben, leiden zumeist unter Sprue oder Zöliakie, wobei eine Unverträglichkeit gegen den Eiweissstoff Gluten besteht, und um sich sicher zu sein man dies schon vor dem Besuch beim Arzt mit einem Glutencheck beispielsweise online feststellen. Bei der Zöliakie handelt es sich um eine Erkrankung der Darmschleimhaut, d.h. das Essen von glutenhaltigen Lebensmitteln löst bei Zöliakie-Patienten Entzündungen sowie eine Schädigung der Darmwand aus. Aufgrund Entzündungen werden Bestandteile wie Mineralstoffe nur schlecht oder fast gar nicht mehr verdaut, was zu Übelkeit, Gewichtsreduktion und mit der Zeit zu Mangelernährung führt. Sehr auffällig bei Zöliakie-Patienten ist oft die Weizenallergie und nicht selten ist diese Erkrankung auf genetische Gründe zurückzuführen. Wird bei einem Betroffenen eine Zöliakie oder Unverträglichkeit Gluten festgestellt, ist es von Bedeutung eine glutenfreie Ernährung einzuhalten, was bedeutet, dass alle Produkte, die Getreide enthalten, konsequent und auf Dauer gemieden werden müssen. Da die Anzahl an Menschen mit Glutenallergien immer mehr zunimmt, bieten mittlerweile nicht mehr nur Reformhäuser, sondern ebenso einige Supermärkte glutenfreies Mehl und weitere glutenfreie Nahrungsmittel an. Leider sind diese Produkte meistens teurer als die gewöhnlichen Nahrungsmittel, ermöglichen aber Personen mit Intoleranzen ein großteils normales Essverhalten.