Essbare Gärten

Dekorative Pflanzen, die kulinarisch nutzbar sind, sind sowohl für den Garten interressant, als auch für die Küche, da sie beide in besonderen Maße berreichern. Gerade die Früchte von Wildobstgehölzen kann man eben nicht im Supermarkt kaufen und sind durch ihre Seltenheit etwas Besonderes. Ausserdem können viele der Wildobstgehölze aus freie Hecke gepflanzt werden, in denen viele Tier Unterschlupf finden. Eine der beliebtesten Arten ist die Schwarze Apfelbeere, Aronia melanocarpa. Sie zählt mit einer Höhe von 1,50m bis 2m zu den eher niedrigen Gehölzen. Die schwarzen Beeren enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Ausserdem bildet die Schwarze Apfelbeere auch ein schöne Herbstfärbung aus und erstrahlt in leuchtend rotem Blätterkleid. Als Unterpflanzung würden sich Walderdbeeren, Fragaria vesca, eignen. Sie sind sind im Gegensatz zu den züchterischen Formen von Juni bis September zu ernten und bilden laufend Blüte und Früchte aus. Die Pflanzen bildet lange Ausläufer, an denen Kindel wachsen und wurzeln. Die Pflanze bildet immer neue Kindel, so dass nach kurzer Zeit der Boden erfolgreich bedeckt und eine üppige Ernte gewiss ist. Auch Preisselbeeren, die natürlicher Weise in moorigen und sumpfigen Gegenden wächst, kann man erfolgreich im Garten ziehen. Sie bevorzugt einen feuchten Standort im Halbschatten. Ihre roten Früchte schmecken angenehm herb und säuerlich.
Auch staudige Pflanzen bieten neben farbenprächtigen Blüten geschmackliche Highlights. Die sonnengelben Blüten der Topinambur, Helianthus tuberosus, erscheinen ab August und nach der Blüten im Oktober kann man die köstlichen Knollen aus dem Boden klauben, die geschmort mit etwas Butter und Salz am besten schmecken. Ebenso aromatisch sind die Knöllchen des Knollenziest, Stachys affinis. Sie schmecken wie eine Mischung aus Radieschen und Kohlrabi. Eine prächtige violtette Blüte zeigt die Präriekerze, Camassia quamash. Im Herbst kann man die Zwiebel ausgraben und roh oder geschmort essen. Diese auffällige Pflanze ist eine Präriepflanze, genau wie die Prärierübe, Psoralea esculenta, die einer Lupine ähnelt. Sie bildet eine dicke Wurzel, die wie Kartoffeln zubereitet werden kann. Man findet die beschriebenen Pflanzen in Raritätengärtnereien.