Heizsysteme im Mehrfamilienhaus

Um in Mehrfamilienhäusern die einzelnen Wohnungen per Heizungsbau mit eigenen Heizsystemen und Fußbodenheizung aus­zustatten, bieten sich mit Gas betriebene Wohnungszentralheizungen an. Gasther­men, die nicht nur heizen, sondern auch die Warmwasserversorgung übernehmen kön­nen, sind kompakt und lassen sich pro­blemlos in der Küche oder im Bad per Heizungsbau unter­bringen. Wird ein Gaswärmeerzeuger mit einem doppelwandigen Luft-Abgas-Schorn­stein-System verbunden, entnimmt er die erforderliche Verbrennungsluft aus dem Schornstein und nicht aus dem Raum. In diesem Fall kann das Gerät auch in kleins­ten Wandschränken untergebracht werden.
Beim Verbrennen von Öl, Gas oder Fest­brennstoffen wird Energie freigesetzt. Diese wird im Heizkessel an das Wasser des Heizkreislaufs abgegeben. Bei älteren Heiz­kesseln war durch Kondenswasser hervor­gerufene Korrosion ein großes Problem. Kondenswasser kann im Heizkessel entste­hen, wenn das Heizwasser Temperaturen unter 70 °C aufweist. Aus diesem Grund hat man bei alten Anlagen vom Heizungsbau die Kesseltempera­turen auf 70 bis 90 °C hochgesetzt. Da diese Temperaturen für den Heizkreislauf zu hoch waren, musste das Wasser direkt hin­ter dem Kessel durch ein Mischventil mit kaltem Heizungsrücklaufwasser versetzt werden. Das Hochheizen und anschließende Heruntermischen bedeutete hohe Strah­lungsverluste. Der Heizungsraum war dann der wärmste Raum im ganzen Haus.
Seit ungefähr 20 Jahren setzt man beim Kessel- und Heizungsbau korrosionsbeständige Werkstoffe ein und kann seitdem auch niedrigere Tem­peraturen einstellen. Das spart sehr viel Energie ein. Zusätzlich werden die Kessel mit wärmedämmenden Verkleidungen ver­sehen. Damit sinken auch die Strahlungs­verluste. Bei neueren Kesseln fließt das Kesselwasser jetzt mit maximal 55 °C in den Heizkreislauf. Auch die Abgastemperaturen konnten gesenkt werden, was weitere Ener­gie einsparte. Viel Energie kann man auch mit der Fußbodenheizung sparen.