Intelligentes Licht

Wer nun der Erfinder der Glühbirne war, der deutsche Uhrmacher und Optiker Heinrich Göbel, oder der amerikanische Erfinder John Wellington Starr, der Schotte James Bowman Lindsay, - es gäbe weitere Namen hinzuzufügen -, Thomas A. Edison kommt der Verdienst zu, die Ideen seiner Erfinderkollegen weiterentwickelt und dank seiner Geschäftstüchtigkeit die Glühbirne in Industrie und Privathaushalt durchgesetzt zu haben. Bestimmte bis ins 19. Jahrhundert die Sonne den Lebensrhythmus, die Menschen gingen mit Einbruch der Dunkelheit zu Bett, konnten 1880 die ersten Glühbirnen verkauft werden. Edison ließ Elektrizitätswerke bauen, das elektrische Licht erobert die Welt.
 
Die herkömmliche Glühbirne unserer Tage ist nicht sonderlich effizient, was den Energieverbrauch angeht. Nur 5 % der Elektroenergie werden in sichtbares Licht umgewandelt. Ein großer Teil wird als Wärme abgestrahlt. Australien plant derzeit den Verbot der Glühbirnen. Energiesparlampen und Leuchten, wie sie seit vielen Jahren produziert werden, sparen bis zu 80% des Energieverbrauchs.
 
Licht befördert das Wohlbefinden des Menschen. Ausgefeilte Lichtkonzepte für das eigene Heim, für Büro und Empfangsräume, wie z.B. in Hotels und Praxen, folgen dem Gedanken intelligenter Lichtsysteme. Weltbekannt wurden die Gründer des italienischen Leuchtenherstellers Artemide, Ernesto Gismondi und Sergio Mazza, mit ihrem Konzept: „The Human Light“. Licht, das sich den Bedürfnissen der Menschen anpasst.
 
Hans-Joachim Püttmann