Internet versus Zeitschrift

Die Zeiten sind hart geworden für die Illustrierten und Zeitungen. Manch eine große Zeitung überlegt schon, ob sie nicht umstellen will auf das Internet. Sicher, die meisten Zeitungen haben eine Webseite, aber lohnt sich das überhaupt noch wenn immer weniger Papierleser die Kosten für Herstellung der Zeitung unterstützen? Einige kluge Leute glauben, das das Ende der Papierzeitung eingeleitet ist.
Aber zurück zum Thema. Wer auf Partnersuche war, konnte in Zeitungen für ein paar Mark eine Kontaktanzeigen aufgeben und sich dadurch beim anderen Geschlecht vorzustellen. Die Kleinanzeige war eine beliebte Art neue Partner kennenzulernen.
Und wie ist das heute?
Heutzutage legt man einen „Account“ an und füllt diesen mit seinem „Profi“l und „loaded“ ein Foto von sich „up“. Der neue Weg der Balzerei und Partnersuche verspricht schnellen Sex auf modernstem Wege über das Internet. Da ist die Werbung mit im Spiel. Tatsache dürfte sein, das der Durchschnitts Kontaktanzeigen, nicht sofort Sex will, sondern auch keine bekommt. Zuerst wird sich rangetastet (kein Speeddating) und dann beschnuppert (kein Darkroom), dann wird gemailt und dann vielleicht telefoniert. Das ist in etwa so die Reihenfolge bei einem Internetflirt.
Das kann gewaltig ins Auge gehen und nicht jedermann gefallen. Man wird auch ganz krass abserviert und das kann den Einen oder Anderen sensiblen Menschen sehr verletzen. Wie, abserviert? So geht’s: sucht einen Menschen den man gut findet. Klickt ihn an schreibt eine Mail. Beide Profile haben ein Foto von sich.
Der Angeschriebene zeigt sein Foto und will das Ihrige sehen und wenige Minuten später wird man anderen blockiert, weil das Aussehen nicht gepasst hat. Krass oder?
 
Nicola Lavacca
nesta123@gmx.net