Platinen ohne Übersicht

Unter Platinen verstehen wir kleine elektronische Chips auf von denen eine Vielzahl in allen modernen technischen Geräten vorhanden sind. Platinen von Heute sind kaum noch erkennbar und laufen auch eher unter dem Namen Microchips, was sie auch sind. Auf einer Herkömmlichen Platine wie wir sie aber z.B. im Radio finden wurden früher komplexe Schaltungen realisiert. Solch eine Platine konnte dann schon mal einen ganzen Wandschrank ausfüllen. Platinen bestehen aus einem Kunststoffkern der auf beiden Seiten mit einer leitfähigen Kupferschicht überzogen ist. Darauf sind einzelne Bahnen eingeäzt die zueinander keine Verbindung besitzen. Diese Bahnen werden durch Bauteile miteinander verbunden wodurch ein Schaltbild entsteht. Bei den herkömmlichen Bahnen welche Parallel nebeneinander verlaufen ist es bei größeren Schaltungen kaum noch möglich einen Übersicht zu behalten. Die einzelnen Teile werden durch Löten und Lötzin mit der Platine verbunden wodurch sowohl eine physische wie auch eine elektrische Verbindung entsteht. Die ersten Computer wurden durch hintereinander Reihung vieler solcher Platinen in sehr großen Maßstab realisiert. Dabei hatte ein damaliger Hochleistungsrechner schon mal mehrere 100KG gewogen, ganz zu schweigen von dem Kabelsalat der alle Bauteile mit einander verbunden hat. Heutige Prozessoren die jeden Hochleistungsrechner aus älteren Tagen überholt haben beinhalten eine weit komplexere Schaltung auf ca. 2cm² Hierbei werden die Leiterbahnen durch ein Lasermikroskop auf die Siliziumschicht gebrannt und durch aufeinander Pressen vieler einzelner Leiterbahnenschichten entsteht dabei ein Leistungsfähiger Prozessor. Von Übersicht kann hierbei keine Rede mehr sein, da man selbst die einzelnen Leiterbahnen nur noch sehr schwer erkennen kann. Auch im Bereich Stromverbrauch unterscheiden sich Platinen von den modernen Mikrochips deutlich. So ist auf einer herkömmlichen Leiterplatine noch ein recht gut messbarer Strom notwendig um etwas bewerkstelligen zu können und den Widerstand der einzelnen Bahnen und Bauteile zu überwinden. Bei Mikrochips hält sich der Strom in so geringen Bereichen auf, dass er Teilweise kaum messbar ist. So kann heute mit sehr viel weniger Strom auf kleinerem Raum mehr „Arbeit“ verrichtet werden.