Die Zeitungsdruckerei und ihre Anfänge

Im 15. Jahrhundert hat es zwar noch keine Zeitungsdruckerei gegeben, wie man sie heute kennt, aber einen zeitungsähnlichen Druck hat es trotzdem gegeben. Die Rede ist vom „Einblattdruck“. Hierbei handelt es sich um Blätter, die einseitig bedruckt worden sind und die wichtigen Ereignisse enthielten. Der Druck erfolgte selbstverständlich anders, als es heute in der Zeitungsdruckerei der Fall ist, denn für den Einblattdruck hat man eine Buchdruckpresse genutzt. Diese hat Johannes Gutenberg erfunden und aus Pressen weiterentwickelt, die eigentlich der Weinkelterei zugeordnet waren. Die Presse war so groß, dass sie für den Druck einer Seite von 21 x 33 cm ausgereicht hat. Genannt wird diese Bauart „Tiegeldruckpresse“. Aber die Weiterentwicklung für die Maschinen, damit eine Zeitungsdruckerei auch irgendwann als eine solche bezeichnet werden konnte, hat natürlich ihre Fortschritte gemacht. So war auch die Erfindung von Friedrich Koenig wichtig, denn er erfand die Zylinderdruckmaschine. In der Geschichte der Zeitungsdruckerei begann also eine neue Zeit. Die erste Zeitung, die mit dieser Maschine gedruckt worden war, ist die Londoner Times 29. November 1814. Natürlich nahmen die Entwicklungen und die Erfindungen nicht ab und so wurde 1846 die Rotationsdruckmaschine erfunden. Heutzutage arbeitet eine Zeitungsdruckerei mit der Rollenoffsetmaschine. Seit den 70er Jahren hat der Zeitungsdruck sich immer weiter zum Offsetdruck bewegt, sodass heute die Zeitungsdruckerei in der Regel nur noch nach diesem Verfahren ihre Zeitungen druckt.