Stillzeit Teil 2

 
Mit der Geburt beginnt für den Menschen der schwierige Weg zur eigenen Selbstständigkeit, der bis zu zwanzig Jahre andauern kann. Obwohl das Neugeborene einige elementare Verhaltensweisen, wie das Saugen, das Klammern, Weinen und Schreien beherrscht, ist es doch vollkommen auf auf seine Eltern und deren Fürsorge und Pflege angewiesen. Ohne deren Hilfe oder die einer anderen festen Bezugsperson könnte der Säugling nicht überleben und sich ebenfalls nicht normal entwickeln. Die Stillzeit ist der Beginn der mütterlichen Fürsorge und stellt den Anfang einer harmonischen Bindung dar. Das Stillen ist daher die Basis für die Relation zwischen Mutter und Kind und kann sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis entwickeln. Doch nicht immer funktioniert alles von Anfang an. Das Anlegen benötigt Zeit und viel Geduld und wenn diese Faktoren nicht gegeben sind, kann sich die Stillzeit zu einer mühevollen Qual entwickeln, die erledigt werden muss, weil das Kind Nährstoffe benötigt. Das andauernde, markante Schreien und Weinen des Säuglings, enormer Druck von Personen, die sich zugegen befinden und die Angst vor Schmerzen oder aber auch vor der Verantwortung den eigenen Körper für die Bedürfnisse des Babys zu überlassen, sind Faktoren, die die Stillzeit unerträglich machen und das Anlegen des Säuglings verhindern. Besonders jüngere Frauen sind davon betroffen, die noch keine Erfahrung in diesem Bereich gesammelt haben und die oft mit ihren Ängsten allein dastehen. Damit diese Befürchtungen und der sich anstauende Druck verhindert werden können, ist es hilfreich den Müttern die Entscheidung selbst zu überlassen, ob sie die Stillzeit auskosten oder das Baby mit Ersatznahrung ernähren wollen.