Studieren im Ausland – Chance für Studenten

Fast alle Hochschüler, die im Ausland studiert haben, schwärmen von den positiven Erinnerungen und den wertvollen Erfahrungen, die sie in dieser Zeit gesammelt haben. Ob Praktikum, Auslandsstudium, Projektarbeit oder Sprachkurs, es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, einige Monate im Land der Wahl zu verbringen. Allen voran geht die richtige Planung. Studienplatz, Unterkunft, Finanzierung und Versicherungsschutz sollten vor Antritt der Reise organisiert sein.
 
Laut Statistischem Bundesamt haben gemäß einer Umfrage im Jahr 2009 etwa 26 Prozent der Studierenden an deutschen Hochschulen bereits einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert. Der Vergleich mit der Umfrage aus dem Jahr 2007 zeigt, dass diese Zahl steigend ist. Vor 12 Jahren beispielsweise studierten 45.000 deutsche Studenten im Ausland bis 2007 hatte sich diese Zahl bereits verdoppelt. Ein Auslandsstudium bereitet auf das Berufsleben in einer globalisierten Welt vor.
Hoher Preis trotz Fleiß
So verlockend manches Studienland sein mag, so erschreckend können die Kosten sein. Beliebte Studienstädte wie London, Paris oder Barcelona, genauso wie ein Aufenthalt in den USA oder Neuseeland, wären ohne Förderung nicht für jeden erschwinglich. Teure Mieten und hohe Lebenshaltungskosten können schnell sämtliche Ersparnisse auffressen. Hinzu kommen in einigen Fällen auch noch Studiengebühren und -materialien. Einige einfache Tipps können dazu beitragen, dies zu verhindern.  
Sicher finanziert
Jede Universität besitzt ein akademisches Auslandsamt, das über Fördermittel, Stipendien und Zuschüsse informiert und in einigen Fällen auch direkt vergibt. Es gibt eine Vielzahl von Institutionen, die Studenten bei der Vorbereitung ihres Auslandsaufenthalts beraten. Sie greifen ihnen bei der Organisation unter die Arme und vergeben Fördergelder. Die Organisation ERASMUS fördert den europäischen Austausch von Studenten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD ermöglicht das weltweite Auslandsstudium. Die geförderten Summen reichen dabei von der einmaligen Zahlung der Flugkosten über monatliche Förderung der Lebenshaltungskosten bis hin zu größeren Beträgen wie Studiengebühren. Im Einzelfall können so auch bis zu 20.000 Euro Fördergelder erhalten werden.
Immer beliebter werden Studiengänge, die bereits standardmäßig einige Semester an einer Partneruniversität im Ausland einplanen. Das Studium findet dabei meist unabhängig vom Aufenthaltsort auf Englisch statt und wird stark durch die Hochschule subventioniert.
Gut geplant
Neben der Finanzierung sind natürlich im Vorfeld noch weitere Fragen zu klären: Ist ein Sprachtest Voraussetzung? Wird die im Ausland erbrachte Leistung an der eigenen Hochschule anerkannt werden? Wo wird man im Ausland wohnen und was geschieht in der Zwischenzeit mit der eigenen Wohnung am Heimatort? Ist für die Einreise ein Visum notwendig? Sind bestimmte Impfungen vorgeschrieben?
Sinnvoll versichert
Wichtig ist auch ein umfangreicher Versicherungsschutz. Die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) empfehlen eine Unfall- und Haftpflicht- sowie Auslandskrankenversicherung. Reiserücktrittsversicherung und Reisegepäckversicherung können je nach Situation sinnvoll sein, sind aber kein absolutes Muss wie die oben erwähnten Versicherungen, so die DVAG Berater.
Auch einige Berater der Deutschen Vermögensberatung können auf erfolgreich absolvierte Auslandssemester zurückblicken. Sie alle möchten diese Zeit nicht missen, nicht nur wegen der vielen neuen Bekanntschaften und der verbesserten Sprachkenntnisse, sondern besonders wegen der Erweiterung ihrer sozialen Kompetenz. Eine Fähigkeit, die für den Beruf des Vermögensberaters besonders wichtig ist.