Die vermittlungsorientierte Zeitarbeit als wichtiger Bereich des Arbeitsmarktes

Die vermittlungsorientierte Zeitarbeit ist eine Spezifierung der Zeitarbeit. Mit der vermittlungsorientierten Zeitarbeit wird die Stellenbesetzung optimiert. Die Bewerber werden sorgfältiger ausgewählt als bei der klassischen Zeitarbeit. Die vermittlungsorientierte Zeitarbeit kommt selten zum Einsatz, wenn man mal für ein paar Tage einen Arbeitnehmer braucht, vielmehr ist sie darauf ausgerichtet, dauerhaft Stellen mit Fachkräften zu besetzen.

Nachdem ein Unternehmen an die Zeitarbeitsfirma mit der Bitte für die Suche nach geeigneten Bewerbern herangetreten ist, erstellt die Zeitarbeitsfirma ein Stellenprofil. Dazu wird bei der vermittlungsorientierten Zeitarbeit ein Besuch am künftigen Arbeitsplatz vorgenommen. Es werden die Gegebenheiten besichtigt und mit den Vorgesetzten ein Gespräch geführt. Die Wünsche derselben werden bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigt. Kurzum, es wird alles dafür getan, dass ein perfekt passender Bewerber für die freie Stelle gefunden wird. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Zeitarbeit. Hier kommt es lediglich darauf an, eine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Zwar wird auch nach einer bestimmten Qualifikation geschaut, ist aber kein geeigneter Arbeitnehmer dabei, wird trotzdem ein Arbeiter ausgewählt, da die Stelle zwingend besetzt werden muss. Das ist nicht immer zur beiderseitigen Zufriedenheit. Bei der vermittlungsorientierten Zeitarbeit wird auf die mitgebrachten Voraussetzungen des Bewerbers großer Wert gelegt. Es werden nur Bewerber berücksichtigt, die die Anforderungen erfüllen.

Damit wird die Suche nach geeigneten Arbeitnehmern für die Unternehmen enorm vereinfacht. Kommt ein Bewerber in die engere Wahl wird mit diesem zusammen das Unternehmen besichtigt. Das ist die Gelegenheit für den Bewerber, das Unternehmen kennenzulernen. Er kann sich einen Überblick über den Arbeitsplatz und die daran gestellten Anforderungen verschaffen und für sich selbst entscheiden, ob er sich ein Arbeiten dort vorstellen kann. Im Gegenzug kann das Unternehmen den Bewerber vorab kennenlernen und sich eine Meinung zu diesem Arbeitnehmer bilden. Danach erfolgen die Feinabstimmungen zwischen dem Unternehmen, dem Arbeitnehmer und der Zeitarbeitsfirma. Der Arbeitnehmer bleibt vorerst Arbeitnehmer der Zeitarbeitsfirma. Das Unternehmen kann die Entwicklung des Arbeitnehmers verfolgen und eine Entscheidung über eine Festanstellung in Ruhe treffen. Eine Verpflichtung zu einer Übernahme besteht nicht.