Schleifen von Holzoberflächen

Das Glätten von Holz durch Schleifpapier vor seiner Endbehandlung wird als Schleifen bezeichnet. Allerdings darf man die Tätigkeit nicht allein auf jenen Zweck reduzieren, denn sie kann im Kunsthandwerk auch eine manuell oder maschinell ausgeführte Technik zum Formen des Holzes sein.
Bei verschiedensten Auftragsarbeiten ist ein Werkstück oft nur sehr schwer mit anderen Werkzeugen formbar, zum Beispiel weil ein Beitel oder der Hobel einzelne Fasern nur abreißen würden.
Beim Schleifen werden durch vielfach gezähnte Schleifmittel eher feine Späne abgetragen. Auch mit Feilen, Raspeln oder speziellen Elektrowerkzeugen ist es durchführbar, ein Werkstück zu schleifen. Es werden manuelle sowie maschinelle Methoden zur Anwendung gebracht, wobei die Arbeit mit Unterstützung durch Maschinen meist schneller voran geht.
Als Körnung wird die Größe der einzelnen Schleifpartikel bezeichnet, man kategorisiert sie in Nummern, je höher diese Zahl, desto feiner sind die Schleifelemente.
Bei Schleifarbeiten wird meist mit mehreren verschiedenen Körnungen gearbeitet, man beginnt mit gröberen und geht zu immer feineren Korngrößen über, bis das Holz geglättet ist und keinerlei Schleifspuren mehr erkennbar sind.
Mittels eines Schleifstabes lassen sich die Kanten von Holzformen sehr gut glätten. Es ist zu empfehlen, sich für die verschiedensten Formen möglichst viele Schleifstäbe anzufertigen. Zum genauen Ausformen runder Teile genügt es manchmal, einen Streifen vom abgeschnittenen Schleifpapier über das Holz zu ziehen.
Beim Abschleifen von ebenen Flächen wird in der Regel ein Handschleifklotz verwendet. Mit der Faserrichtung wird der Klotz auf das Holz gedrückt und die Oberfläche mit gleichmäßigen Bewegungen langsam abgetragen.
Die scharf geschnittenen Kanten hölzerner Objekte sollte man nicht unbearbeitet lassen. An jeder Kante sollte eine winzige Fase stehen gelassen werden, um die Gefahr zu minimieren, dass man sich dort feine Splitter einreißt. Für solche Arbeiten sollte in keinem Fall ein Elektroschleifer verwendet werden, da er für derlei Arbeiten zu stark ist.
Auch bei der Oberflächenbehandlung von Holz muss oftmals nach einem Auftrag ein Zwischenschliff mit feinster Körnung durchgeführt werden, damit werden dann eventuell durch Feuchtigkeit aufgerichtete Fasern abgetragen – die Oberfläche wird glatt und eben.